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HomeNachrichten aus JapanAchte Coronawelle setzt Japans medizinische Dienste unter Druck

Zahl der Infektionen steigt

Achte Coronawelle setzt Japans medizinische Dienste unter Druck

Die achte Coronawelle in Japan hat dazu geführt, dass die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen seit dem Jahreswechsel wieder stark angestiegen ist.

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Viele Ärzte sind der Meinung, dass die Situation für die medizinische Versorgung derzeit die schlimmste seit Beginn der Pandemie ist.

Achte Welle sorgt für steigende Zahlen

Laut mehrerer Statistiken sorgte die achte Coronawelle allein am 11. Januar für 520 coronabedingte Todesfälle und viele Krankenhäuser melden, dass die Zahl der Betten für Menschen mit schweren Symptomen langsam knapp wird.

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Außerdem führt die aktuelle Situation erneut dazu, dass einige medizinische Dienste bereits derart überlastet sind, dass sie keine Notfallpatienten mehr aufnehmen können.

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Die achte Welle könnte sich auch deshalb noch zuspitzen, weil die Menschen unvorsichtig geworden sind, warnen Experten und spielen damit auf die Tatsache an, dass die japanische Regierung die Maßnahmen weitgehend zurückgefahren hat, was ein falsches Gefühl der Sicherheit vermittelt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lag die Zahl der Coronapatienten in Japan in der Woche bis zum 10. Januar bei 934 pro 100.000 Menschen und ist damit 1,28 Mal höher als in der Vorwoche.

Betten werden langsam knapp

Nach Angaben des Kabinettssekretariats waren am 12. Januar in 35 Präfekturen mehr als 50 Prozent der für Coronapatienten bereitgestellten Krankenhausbetten belegt.

In Tokyo sind aktuell 55 Prozent der Betten belegt, die Quote in der Präfektur Kanagawa liegt bei 85 Prozent, in der Präfektur Shiga bei 81 Prozent und in der Präfektur Fukuoka bei 79 Prozent.

Nach Angaben der Behörde für Brand- und Katastrophenschutz gab es in der Woche bis zum 1. Januar 7.158 Fälle, in denen die Sanitäter Schwierigkeiten hatten, Krankenhäuser zu finden, die Coronapatienten aufnehmen.

Verschärft wird die Situation durch die erste Grippeepidemie in Japan seit drei Jahren.

Die japanische Regierung bestätigte die Influenza-Epidemie Ende letzten Jahres, nachdem die wöchentliche Zahl der von ausgewiesenen medizinischen Einrichtungen gemeldeten Grippepatienten einen pro Einrichtung überstiegen hatte.

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