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Ältere Fahrer in Japan sollen gezwungen werden, einen Test abzulegen

Führerscheinverlängerung nur noch nach Test des Grundwissens

Ältere Fahrer, die in ihrer Vergangenheit Verkehrsdelikte verursacht haben, sollen in Japan gezwungen werden, für die Verlängerung ihres Führerscheins einen Test ablegen zu müssen.

Die nationale Polizeibehörde plant, einen Gesetzesentwurf zur Überarbeitung des Straßenverkehrsgesetzes vorzulegen, da es in Japan zu einer Zunahme von tödlichen Unfällen mit älteren Fahrern kommt.

Neuer Test soll grundlegende Fähigkeiten älterer Fahrer prüfen

Autofahrer ab dem 71. Lebensjahr müssen ihren Führerschein alle drei Jahre erneuern. Menschen ab dem 75. Lebensjahr müssen bereits einen Test ablegen.

Der neue Test soll die Fähigkeiten älterer Autofahrer prüfen. Getestet werden die Fähigkeiten anzuhalten, zu wenden und andere grundlegende Manöver. Wer diesen Test besteht, muss dann einen kognitiven Funktionstest ablegen. Wer den Test nicht besteht, kann ihn beliebig oft wiederholen.

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Die Polizeibehörde prüft zur Zeit, ob diese Tests für Personen ab 75 Jahren oder ab 80 Jahren verpflichtend werden sollen.

Außerdem prüft die Behörde, ob Fahrer, die durch den Test fallen, einen eingeschränkten Führerschein bekommen könnten. Mit diesem Führerschein dürften diese Menschen sogenannte Sicherheitsautos bedienen, die mit fortschrittlichen Verkehrssicherheitsfunktionen ausgestattet sind, beispielsweise einem System, das plötzliche Beschleunigung verhindert.

Welche Autos sich als sogenannte Safety Support Cars eignen, bestimmt die Behörde.

Bis 2023 sollen 7,17 Menschen über 75 Jahren auf Japans Straßen unterwegs sein

Ende 2018 hatten 5,64 Millionen Menschen im Alter von 75 Jahren oder älter eine Fahrerlaubnis. Experten schätzen, dass 2023 7,17 Menschen über 75 Jahren noch aktiv am Verkehrsgeschehen teilnehmen. 2018 stieg die Zahl der tödlichen Unfälle von älteren Autofahrern auf 460.

Rund 20 Prozent der Menschen dieser Altersklasse haben in den letzten drei Jahren gegen Verkehrsregeln verstoßen.

Im April dieses Jahres hatte ein 88-Jähriger im Tokyoter Stadtteil Ikebukuro einen tödlichen Unfall mit einem Kleinkind und ihrer Mutter verursacht.

Der Vorfall veranlasste nicht nur viele ältere Japaner ihren Führerschein aus Angst vor Unfällen abzugeben, sondern veranlasste die Polizeiagentur auch, sich mit der Überarbeitung des Verkehrsrechts zu befassen.

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