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Brauerei produzierte bis zum Onin-Krieg Sake

Älteste Sake-Brauerei Japans in Kyoto gefunden

Archäologen haben in Kyoto die wahrscheinlich älteste Sake-Brauerei Japans gefunden.

Die Sake-Brauerei stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde auf einem Gelände im Stadtteil Ukyo gefunden, wo auch der Tenryuji-Tempel befindet.

Unter den Funden ist auch eine Einrichtung zum Auspressen des ungereinigten Sake und etwa 180 Löcher zum Halten von Vorratsgläsern.

Sake-Brauerei hat bis zum Onin-Krieg Reiswein hergestellt

Die Archäologen gehen davon aus, dass die Brauerei bis zur Zeit des Onin-Krieges (1467-1477) Sake hergestellt hat.

Davor war die älteste bekannte Sake-Brauerei in Itami, die in der Edo-Zeit (1603-1867) erbaut wurde.

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„Die Entdeckung in Kyoto ist mit großer wahrscheinlich die älteste Sake-Brauerei“, so Masaharu Obase, Direktor eines von der Stadt Itami betriebenen Museums. „Sie ist kleiner, hat aber die gleiche Struktur wie die Brauerei aus der Edo-Zeit, was darauf hinweist, dass im Mittelalter eine ähnliche Sake-Braumethode angewendet wurde.“

Es war bereits bekannt, dass Sake in der Muromachi-Zeit (1336-1573) im Tenryuji-Tempel hergestellt wurde, um große Gewinne zu erzielen und das Geld zu hohen Zinssätzen zu verleihen. Laut Kokusai Bunkazai war es jedoch das erste Mal, dass ein archäologischer Fund diese Tatsache bestätigte.

Die Ausgrabungen begannen bereits im Mai 2018, da auf dem Gelände eigentlich Wohnungen entstehen sollten. Insgesamt wurde eine Fläche in der Größe von 700 m² untersucht.

Auch Überreste von Gläsern gefunden

Die Forscher fanden eine Säule mit einer Länge von 1 Meter und einem Durchmesser von 45 Zentimeter, sowie zwei Querstreben mit einer Seitenlänge von jeweils 15 cm und einer Länge von 1,5 Meter.

Außerdem wurde eine 1,8 Meter breite Vertiefung für einen Topf gefunden, in den der gepresste Sake getropft wurde.

Laut den Archäologen wurde der unraffinierte Sake in Stoffbeuteln in ein Gefäß gegeben und herausgedrückt, wobei man eine Holzlatte mit Steinen als Hebel benutze.

Mit einer Presse wurde der Sake in einem Tongefäß gequetscht.
Mit einer Presse wurde der Sake in einem Tongefäß gequetscht. Bild: Kokusai Bunkazai Co

Die 180 Löcher für Gläser, in denen Sake gelagert wurde, sind 60 cm breit und 20 cm tief. Fragmente von Bizen-Gläsern aus dem 14. Jahrhundert, die anscheinend einen Durchmesser von 60 cm und eine Höhe von 1 m hatten, wurden ebenfalls freigelegt.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Sake-Brauerei bereits einmal wieder aufgebaut wurde.

MA

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