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HomeNachrichten aus JapanÄrzte kämpfen in Japan gegen Fake News über die Corona-Impfungen

Regierung versucht aufzuklären

Ärzte kämpfen in Japan gegen Fake News über die Corona-Impfungen

Auch in Japan gibt es einige Fake News und Verschwörungstheorien über die Corona-Impfung. Besonders beliebt ist die Aussage, dass die Impfung bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führt, was zwar nicht bewiesen ist, aber sich trotzdem weitverbreitet hat.

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Dies führt dazu, dass nicht wenige Menschen sich nicht impfen lassen wollen, obwohl auch hier mittlerweile bewiesen ist, dass sich aktuell vermehrt ungeimpfte Menschen infizieren.

Regierung versucht Fake News zu zerstreuen

Um diese Fake News und Verschwörungstheorien zu zerstreuen, haben sich Ärzte und das Gesundheitsministerium zur Aufgabe gemacht, dagegen anzukämpfen, um so die verlorene Zeit bei der Aufklärung über den Nutzen und die Sicherheit der Impfungen aufzuholen.

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Dass es die Aufklärung lange Zeit ignoriert wurde, zeigt sich darin, dass die von der Regierung und ihren Ministern ausgesandten Botschaften, mit denen die Öffentlichkeit zur Impfung ermutigt werden sollte, von nicht wenigen Menschen ignoriert wird.

Um mit den Mythen über mögliche Nebenwirkungen aufzuräumen, hat das Gesundheitsministerium eine Website mit detaillierten Sachinformationen eingerichtet, die sich vor allem an junge Frauen richtet, die sich Sorgen über die Auswirkungen der Impfstoffe auf die Fruchtbarkeit machen.

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Die japanische Regierung hat versprochen, dass sich alle Personen, die für die Impfung infrage kommen, bis November impfen lassen können und dass dann die Corona-Maßnahmen gelockert werden. Die anhaltende Zurückhaltung bei der Impfung macht den Zeitplan allerdings fraglich.

In einer am 26. August veröffentlichten Online-Umfrage der Stadtverwaltung von Tokyo äußerten sich die 15- bis 19-Jährigen und die 20- und 30-Jährigen zurückhaltend, sich impfen zu lassen.

So erklärten beispielsweise 27,6 Prozent der Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren, dass sie nicht bereit seien, sich impfen zu lassen. 39,5 Prozent aller Befragten gaben an, dass die COVID-19-Impfstoffe nach den Informationen, die sie gefunden hatten, offenbar nicht gegen das Virus wirken, während einige behaupteten, die Impfungen könnten lang anhaltende Nebenwirkungen haben.

In einer Videobotschaft erläuterte das japanische Gesundheitsministerium die möglichen Nebenwirkungen und versicherte den Zuschauern, dass diese Symptome nach einigen Tagen abklingen sollten und empfahl ihnen, bei unveränderten Symptomen einen Arzt aufzusuchen.

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Die Beamten des Ministeriums warnten jedoch, dass Impfstoffe zwar das wirksamste Mittel zum Schutz vor Infektionen sind, dass aber diejenigen, die geimpft wurden, weiterhin vorsichtig sein müssen.

Der Vorsitzende des Regierungsunterausschusses für die COVID-19-Bekämpfung, Shigeru Omi, hat sich in den letzten Monaten mit den führenden Politikern des Landes über die Lockerung der Coronavirus-Maßnahmen und den Umgang mit den Spielen in Tokyo gestritten. Er hat die Behörden gewarnt, dass zu laxe Maßnahmen die Öffentlichkeit verwirren und zu einem selbstgefälligen Umgang mit dem Virus führen könnten.

In Japan sind besonders junge Menschen anfällig für Verschwörungstheorien

Omi weiß, dass viele junge Menschen sich auf Social-Media-Plattformen wie Instagram über die neuesten Nachrichten informieren, und hat sich daher direkt an junge Menschen gewandt.

Seit Anfang September teilte er Videos und Beiträge und begann sogar mit einem Livestream, um Informationen über die Impfstoffe und die Gefahren im Zusammenhang mit COVID-19 sowie andere Möglichkeiten zur Vorbeugung und zum Schutz vor einer Erkrankung zu verbreiten.

Trotzdem sind Fake News in Japan weiter auf dem Vormarsch und machen es schwierig, die Maßnahmen zu lockern.

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