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Unvorhersehbare Situation

Ärztegewerkschaft in Japan warnt vor möglichen Mutationen des Coronavirus während der Olympischen Spiele

Der Leiter der Ärztegewerkschaft „Japan Doctors Union“ warnte am Donnerstag davor, dass die Durchführung der Olympischen Spiele zur Entwicklung einer neuen „olympischen“ Mutation des Coronavirus führen könnte.

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Dr. Naoto Ueyama sagte, das Internationale Olympische Komitee und die japanische Regierung unterschätzen die Risiken, wenn 15.000 olympische Athleten, zu denen sich Zehntausende von Offiziellen, Kampfrichtern, Medienvertretern und Zuschauern aus mehr als 200 Ländern und Territorien gesellen, ins Land geholt werden.

Präsident der Ärztegewerkschaft warnt vor unvorhersehbarer Entwicklung

„Seit der Entstehung von COVID-19 hat es keine so gefährliche Versammlung von Menschen gegeben, die aus so vielen verschiedenen Orten der Welt an einem Ort zusammenkommen“, sagte der Präsident der Ärztegewerkschaft in Tokyo beim Foreign Correspondents‘ Club of Japan. „Es ist schwierig vorherzusagen, wozu das führen könnte.“

„Stämme des Virus, die in Großbritannien, Brasilien, Indien und Südafrika gefunden wurden, könnten ihren Weg nach Tokyo finden, so Ueyama. Er wiederholte, dass PCR-Tests und Impfstoffe nicht narrensicher sind.

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Das IOC und die Organisatoren in Japan verlassen sich auf die WHO, um die öffentliche Gesundheit während der Spiele zu schützen und betonen immer wieder, dass die Veranstaltung „sicher und geschützt“ stattfinden wird.

Als Corona-Maßnahmen sind umfangreiche Tests, soziale Distanzierung und die Isolation der Athleten im olympischen Dorf geplant.

IOC und Organisatoren in Japan ignorieren Warnungen und Kritik

Ueyama, dessen Ärzteverband 130 Ärzte vertritt, schließt sich anderen medizinischen Experten in Japan an, die sich gegen die Durchführung der Olympischen Spiele aussprechen. Am Mittwoch forderte die japanische Zeitung Asahi Shimbun die Absage der Olympischen Spiele.

Zu Beginn dieser Woche hieß es im New England Journal of Medicine in einem Kommentar: „Wir glauben, dass die Entscheidung des IOC, mit den Olympischen Spielen fortzufahren, nicht von den besten wissenschaftlichen Erkenntnissen geprägt ist.“

Japan verzeichnet mehr als 12.000 Todesfälle, die auf die Pandemie zurückzuführen sind, was im weltweiten Vergleich gut ist, aber im Vergleich zu anderen Teilen Asiens schlecht. Viele dieser Todesfälle sind in den letzten Monaten aufgetreten, da sich das Virus wieder schneller ausbreitet

Das Land hat offiziell 15,4 Milliarden Dollar für die Organisation der Olympischen Spiele ausgegeben, obwohl die Kosten laut Schätzungen deutlich höher sind.

75 Prozent der Einnahmen des IOC stammt aus dem Verkauf von TV-Rechten. Der Sportverband wird schätzungsweise 2 bis 3 Milliarden Dollar aus den Fernsehrechten in Tokyo einnehmen, unabhängig davon, ob die Fans zugelassen werden oder nicht.

Es dürfte daher niemanden wundern, dass das IOC auf die Durchführung der Olympischen Spiele pocht und jegliche Kritik und Warnung ignoriert.

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