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Regierung will an Doktor erinnern

Afghanistan erinnert mit Briefmarke an ermordeten japanischen Doktor

Der japanische Doktor Tetsu Nakamura war für viele Menschen in Afghanistan ein großer Held. Umso größer war die Trauer 2019, als er ermordet wurde. Die Regierung von Afghanistan gab nun bekannt, dass sie Nakamura mit einer eigenen Briefmarke Ehren wollen.

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Der Presse wurde kürzlich die besondere Briefmarke vorgestellt. Sie zeigt ein schwarz-weiß-Bild von Nakamura und ist mit englischen sowie arabischen Text versehen, der die Arbeit den Doktor lobt.

Afghanistan will an den Doktor erinnern

Auch wenn sich die Briefmarke nicht besonders anhört, ist sie ungewöhnlich. Afghanistan drückt nämlich nur sehr selten Ausländer auf die Marken, weswegen es mal eine andere Form der Ehrung ist. Die Regierung hofft, dass so die Menschen Nakamura immer im Herzen tragen werden und er nicht in Vergessenheit gerät.

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Der Arzt war so beliebt, dass er schon zur Lebenszeit die Ehrenstaatsbürgerschaft erhielt. Die zuständigen Beamten gaben weiter an, dass sie sich noch nicht auf einen Preis geeinigt haben. Auch steht noch kein Verkaufsstart fest.

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Es ist nicht das erste Mal, dass dem Arzt gedacht wird. Ende letzten Jahres wurde ein Bilderbuch für Kinder zu seiner Arbeit erstmals auf Japanisch veröffentlicht. Die Organisation hinter dem Projekt wollte so auch Kindern in der Heimat von Nakamura zeigen, warum die Menschen in Afghanistan ihn so mochten und was er alles geleistet hat.

Anschlag bleibt weiterhin ungelöst

Der damals 73 Jahre alte Nakamura hatte seit Jahren im Afghanistan humanitäre Hilfe geleistet und geholfen, dem Land Frieden den Frieden zu wahren. Er war dabei vor allem an Bewässerungsprojekten und der lokalen Landwirtschaft beteiligt. Es gelang ihm damit nicht nur die Wirtschaft zu stabilisieren, auch verbesserte er die Lebensqualität für die Menschen massiv.

Ermordet wurde Nakamura am 4. Dezember 2019 auf dem Weg zu einem seiner Projekte. Unbekannte hatten am helllichten Tag das Feuer auf sein Fahrzeug eröffnet. Seine vier Begleiter, darunter sein Leibwächter, waren sofort tot. Wie durch ein Wunder überlebte er den Kugelhagel und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Als er in eine Militäreinrichtung verlegt werden sollte, um ihn zu behandeln, verstarb er noch vor dem Transport an seinen Verletzungen.

Bis heute gibt der Anschlag Rätsel auf, da sich niemand dazu bekannt hat und selbst lokale Terrorzellen nichts mit dem Tod zu tun haben wollen. Die Täter wurden immer noch nicht gefasst, obwohl es durch die Regierung von Afghanistan intensive Ermittlungen gab.

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