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Kunstwerke sorgten für Drohungen

Aichis kontroverse Kunstausstellung wird in Tokyo eröffnet

Vor zwei Jahren sorgte eine Kunstausstellung während des Aichi Kunstfestivals für Kontroverse, die zu einer vorübergehenden Schließung der Ausstellung führte. Nun soll die Kunst demnächst in Tokyo erneut ausgestellt werden.

Am Donnerstag gaben die Organisatoren der kommenden Ausstellung bekannt, dass eine Neuauflage von „After ‚Freedom of Expression?'“ bereits am 25. Juni in Tokyo eröffnet werden soll. Stattfinden wird sie in der Galerie Session House Garden im Shinjuku Bezirk.

Kunstausstellung wird bis Anfang Juli gehen

Ausgestellt werden 23 Werke, die sich mit dem Thema Kunstfreiheit und Zensur beschäftigen. Aufgrund der Corona-Maßnahmen wird es nur einen gestaffelten Einlass mit Reservierungen geben. Ob es auch besondere Sicherheitsmaßnahmen wegen möglicher Anfeindungen geben wird, wurde bisher nicht bestätigt.

Laufen soll die Ausstellung bis zum 4. Juli und genaue Details werden vermutlich demnächst auf der Webseite der Galerie veröffentlicht.

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„After ‚Freedom of Expression?'“ feierte am 1. August 2019 in Nagoya während der Aichi Triennale 2019 sein Debüt. Nach drei Tagen mussten die Organisatoren der Veranstaltung die Ausstellung wegen massiver Drohungen und Beschwerden aus Sicherheitsgründen schließen.

Werke sorgen für heftige Diskussionen

Grund dafür waren die Ausstellungsstücke, die viele empörten. Unter anderen war eine Trostfrauen-Statue zu sehen, die von der japanischen Regierung weltweit abgelehnt wird und bereits zu diplomatischen Konflikten mit Südkorea führte. Die Figur wird nun auch in Tokyo zu sehen sein.

Die Schließung feuerte eine heftige Debatte über die Kunstfreiheit in Japan an. Sie führte später sogar zu einer Petition zu Absetzung des Gouverneurs von Aichi, der die Ausstellung unterstützte. Die Ausstellung selbst wurde damals unter strengen Sicherheitsmaßnahmen für sieben Tage für wenige Besucher wiedereröffnet.

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