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Aktivisten reichen Klage gegen Jagd von Delfinen in Japan ein

Umweltaktivisten haben eine bisher beispiellose Klage eingereicht, um die sogenannte „Drive-Jagd“ von Delfinen in Japan zu stoppen – mit der Begründung, dass die Praxis grausam und illegal sei.

Bei der Treibjagd zwingen Fischer die Delfine in eine Bucht, indem sie auf Boote schlagen, um sie zu desorientieren. Die in Panik geratenen Tiere verfangen sich oft in Netzen und ersticken dann.

Aktivisten sagen, dass einige Delfine gegen Felsen schlagen und an Verletzungen sterben. Den Rest töten die Fischer, indem sie eine lange Metallstange wiederholt in den Körper direkt hinter dem Blasloch stoßen, um die Wirbelsäule zu verletzen.

In der Klage fordern die Kläger vom Gouverneur der Präfektur Wakayama den Widerruf einer dreijährigen Jagderlaubnis in der Hafenstadt Taiji.

Diese Jagdart sieht man in der Oscar-prämierten Dokumentation „Die Bucht“ von 2009. Damals löste der Film viele Kontroversen aus, als er die jährliche Jagd in das globale Rampenlicht rückte.

Viele Japaner fanden, dass es zu Unrecht auf die Fischergemeinde der Stadt abzielte, aber andere waren entsetzt über das erschreckende Filmmaterial.

Erster Versuch, die Delfine vom grausamen Tod zu retten

Die Klage ist die erste juristische Herausforderung für die Jagd in Taiji, berichtet ein an dem Fall beteiligter Anwalt. Er argumentiert, dass die Jagdmethode gegen Japans Tierschutzgesetz verstößt. Denn laut diesem Gesetz darf man Tiere nicht unnötig misshandeln oder töten. Und auch, wenn die Tiere getötet werden müssen – ihr Schmerz muss auf ein Minimum reduziert werden.

„Viele Japaner sehen Delfine als Fische und glauben irrtümlich, dass das Tierschutzgesetz nicht für sie gilt“, sagt Ren Yabuki, Leiter einer Umweltorganisation. Er ist derjenige, der die Klage zusammen mit einem Bewohner Taijis einreichte.

„Ich habe viele Male gesehen, dass halbtote Delfine auf kleinen Booten mitgenommen werden, wo sie sich vor Schmerzen winden“, sagte Yabuki. In solchen Fällen dauert es auch länger, bis die Tiere sterben.

Die Klage stellt die Art und Weise, wie die Jagd durchgeführt wird, in Frage, und nicht alle Arten der Delfinjagd. Außerdem wird behauptet, dass die Fischer mehr Delfine fangen, als das Gesetz erlaubt. Soweit haben die Beamten von Wakayama diese Klage nicht kommentiert.

Delfine werden in Japan traditionell für ihr Fleisch gefangen. Die Verteidiger der Jagd sagen, dass es ein wichtiger Teil der lokalen Kultur ist, und weisen darauf hin, dass Delfine nicht gefährdet sind.

Heutzutage werden immer mehr Delfine gefangen und für Aquarien verkauft. Die Nachfrage für lebende Tiere von China und anderen Ländern steigt jedes Jahr.

Japan hat seine Jagd auf Delfine und Wale entschieden verteidigt. Die Regierung löste im Dezember Empörung aus, als sie beschloss, sich aus der Internationalen Walfangkommission zurückzuziehen. Der kommerzielle Walfang wird laut den Beamten als Teil kulturellen Erbes Japans angesehen.

Quelle: Japan Today

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