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HomeNachrichten aus JapanAlte Reaktoren des Kernkraftwerks Takahama erhalten erste Genehmigung für die Wiederinbetriebnahme

Reaktoren sollen im März wieder hochfahren

Alte Reaktoren des Kernkraftwerks Takahama erhalten erste Genehmigung für die Wiederinbetriebnahme

Der Bürgermeister der japanischen Stadt Takahama in der Präfektur Fukui erteilte am Montag die Genehmigung, dass die Reaktoren 1 und 2 des gleichnamigen Kernkraftwerks wieder hochfahren dürfen.

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Damit ist er der erste Gemeindevorsteher in Japan, der die Nutzung von Reaktoren, die mehr als 40 Jahre alt sind, erlaubt. Reaktor 1 des Kraftwerks ist 46 Jahre alt, Reaktor 2 ist 45 Jahre alt.

Weitere Genehmigungen für die Inbetriebnahme der Reaktoren stehen noch aus

Der Betreiber des Kernkraftwerks, die Kansai Electric Power Co. kurz Kepco, wird nun die Genehmigung zum Wiederhochfahren der Reaktoren bei der Präfekturverwaltung einholen.

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Unklar ist allerdings immer noch die Frage, was mit den abgebrannten Brennelementen aus den Reaktoren in Takahama passieren soll, da es keine geeignete Lagerstätte gibt.

Die Genehmigung wurde am Montag erteilt, nachdem Bürgermeister Yutaka Nose die japanische Regierung in einem Online-Meeting am Freitag aufgefordert hatte, die Stadt zu unterstützen.

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Industrieminister Hiroshi Kajiyama sagte nach der Besprechung: „Die Nutzung der Kernenergie ist für eine stabile Stromversorgung unverzichtbar, und die Rolle der Regierung ist es, die Dinge in dieser Hinsicht voranzutreiben.“

Kepco will den Reaktor Nr. 1 frühestens im März und den Reaktor Nr. 2 frühestens im Mai wieder anfahren. Nachdem Nose grünes Licht gegeben hat, wird der Energieversorger als Nächstes die Zustimmung der Präfekturversammlung von Fukui und des Gouverneurs von Fukui, Tatsuji Sugimoto, einholen. Ein Unterfangen, das sich aber als deutlich schwieriger erweisen wird, da der Widerstand bei beiden Instanzen sehr groß ist, hinsichtlich des Problems mit den abgebrannten Brennelementen.

Problem mit der Lagerung abgebrannter Brennstäbe des Kernkraftwerks Takahama

Im Dezember schlug die Federation of Electric Power Companies, die aus zehn großen Energieversorgern Japans, darunter auch Kepco, besteht, vor, ein Lager in der Stadt Mutsu in der Präfektur Aomori, das im Geschäftsjahr 2021 in Betrieb gehen soll, gemeinsam für die Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente zu nutzen.

Der Bürgermeister von Mutsu, Soichiro Miyashita, sagte jedoch, dass er niemals zulassen würde, dass die abgebrannten Brennelemente von Kepco dort gelagert werden.

Das Zwischenlager, Recyclable-Fuel Storage Co., wurde von Tokyo Electric Power Co. und Japan Atomic Power Co. eingerichtet, um ausschließlich abgebrannte Brennelemente aus ihren Reaktoren zu lagern. Die Brennelemente sollen dort bis zu 50 Jahre verbleiben, bevor sie in eine Endlagerstätte überführt werden müssen.

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