Stats

Anzeige
Home News Amazon bringt Buchverlage in Japan in Schwierigkeiten

Kunden und Verlage sind frustriert

Amazon bringt Buchverlage in Japan in Schwierigkeiten

Amazon hat in vielen Ländern Produkte des täglichen Lebens priorisiert, was dazu führt, dass insbesondere Buchverlage in Schwierigkeiten geraten, da Kunden darüber verärgert sind, dass sie Bücher nicht bekommen.

Da durch die Pandemie die Nachfrage nach Büchern deutlich gestrichen ist, geht den Verlagen, durch die Politik des Onlinehändlers, eine Menge Umsatz verloren.

Viele Bücher bei Amazon aktuell nicht lieferbar

„Ich kann nicht aus dem Haus, also wollte ich einige Bücher bei Amazon bestellen, aber alle waren nicht lieferbar“, so ein frustrierter Nutzer auf Twitter.

Selbst Bücher, die erst vor einigen Tagen erschienen sind, sind zurzeit nicht lieferbar. Durch die gestiegene Nachfrage sind insbesondere gebrauchte Bücher im Preis deutlich gestiegen.

Mehr zum Thema:  Japan will DSGVO-ähnliche Regulierung von Google, Apple, Amazon und Facebook einführen

Für Verlage führt dies zu einem großen Problem, denn sie könnten die Bücher zwar liefern, aber sind der aktuellen Politik der Versandhändler ausgeliefert.

Laut eines Sprechers von Amazon Japan, hat der Onlinehändler im März, trotz der hohen Nachfrage, damit begonnen, den Verkauf von Büchern einzuschränken.

Laut eines Sprechers eines Verlags, verzichtet Amazon zurzeit darauf, Bücher zu bestellen und konzentriert sich auf anderen Produkte.

Produkte des täglichen Bedarfs sind wichtiger

Amazon erkläre dazu, dass Online-Shops müssen sich zurzeit auf das Wesentliche des täglichen Bedarfs und Sanitärprodukte konzentrieren.

Zwar haben das einige Verlage akzeptiert, aber die Frustration über diese Politik ist groß, denn selbst wenn ein Verlag einen eigenen Online-Shop eröffnet, ist er oft nicht bei Google zu finden und der Umsatz bleibt weit hinter dem durch Amazon zurück.

Da Amazon der umsatzstärkste Buchhändler in Japan ist und viele Buchhandlungen geschlossen sind, entsteht den Verlagen so ein erheblicher Schaden.

„Wir arbeiten daran, so schnell wie möglich zum normalen Betrieb zurückzukehren“, so ein Sprecher von Amazon Japan.

E-Books in Japan eher unbeliebt

Ein weiteres Problem ist, dass E-Books in Japan relativ unbeliebt sind, 2019 machten sie gerade einmal 20 Prozent des Umsatzes aus. Von diesen 20 Prozent machte der größte Teil Manga aus.

Trotzdem geben die Verlage nicht auf und immer mehr kleine Online-Shops entstehen, um so wenigstens ein paar Bücher verkaufen zu können.

Außerdem suchen die Verlage nach weiteren Möglichkeiten, sich von Amazon zu lösen und so mehr Sicherheit zu bekommen.

Auch in Deutschland priorisierte Amazon andere Produkte, was auch hier dazu führt, dass viele Verlage nach Möglichkeiten suchen, um sich aus der Abhängigkeit des Onlineversandhändlers zu lösen.

TJT

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren