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Ehegattenvisa? Nicht für gleichgeschlechtliche Ehepartner

Amerikaner, der mit einem Japaner verheiratet ist, legt wegen verweigertem Langzeitvisum Berufung ein

Einem US-amerikanischen Mann wurde kürzlich das Langzeitaufenthaltsvisum in Japan verweigert, weil er nicht mit einer japanischen Frau, sondern mit einem japanischen Mann verheiratet ist. Nun hat der US-Amerikaner beim Obersten Gerichtshof in Tokyo Berufung gegen das Urteil vom 30. September eingelegt, das besagt, dass die Verweigerung seines Visums für den Aufenthalt in Japan gültig sei.

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Die beiden Männer sind seit 2015 verheiratet. Ihre Ehe wurde in den USA geschlossen. Japan erkennt gleichgeschlechtliche Ehen jedoch nicht an und so wurden die Anträge des US-Amerikaners auf ein Langzeitvisum inzwischen fünfmal abgelehnt. Sein aktueller Aufenthalt in Japan ist nur befristet, aber das Paar gibt nicht auf.

„Gleichheit vor dem Gesetz“ auch beim Visum

Das Bezirksgericht von Tokyo hat zwar die Visumsverweigerung der Einwanderungsbehörde bestätigt, man wies aber auch darauf hin, dass das Vorgehen der Behörde „gegen Artikel 14 der Verfassung verstößt, der die Gleichheit vor dem Gesetz garantiert“.

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Immerhin habe die Behörde gleichgeschlechtlichen Ehepaaren nichtjapanischer Nationalität den Status einer „designierten Tätigkeit“ für einen mittel- bis langfristigen Aufenthalt gewährt, japanischen und ausländischen gleichgeschlechtlichen Partnern, die im Ausland getraut wurden, denselben Status aber verweigert.

Eine Lösung des Problem ist noch nicht in Aussicht

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Die Anwältin, die den US-Amerikaner vertritt, gab an, dass sie dem regionalen Büro für Einwanderungsdienste in Tokyo inzwischen vorgeschlagen habe, dass die Einwanderungsbehörde erwägen solle, ihm ein Aufenthaltsvisum zu erteilen, das den Status der „designierten Aktivität“ berücksichtigt.

Die Einwanderungsbehörde hat jedoch nur insofern reagiert, als dass sie das Kurzzeitvisum des Mannes ein weiteres Mal verlängert hat.

  • Themen im Artikel:
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