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Animator verstirbt mit 89 Jahren

Anime-Pionier Yasuo Otsuka verstorben

Wer an japanische Animatoren denkt, kommt nicht um den Namen Yasuo Otsuka herum, der für viele bekannte Animatoren ein Mentor war und mit seinem Animationsstil zeitlose Werke prägte. Am Montag wurde nun bestätigt, dass der er überraschend verstorben ist.

Während des 2021 Tokyo Anime Award Festival bestätigte Toshio Suzuki, Produzent bei Studio Ghibli, dass Yasuo Otsuka im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Während der Rede für seinen Award dankte er Otsuka, der ihm am meisten unterstützt habe. Dass er nun am heutigen Tag verstorben sei, würde für ihn den Augenblick sehr bedeutsam machen.

Der Mann, der Lupin zum Laufen brachte

Er möchte ihm seine tiefste Dankbarkeit ausdrücken und wünscht ihm, dass er in Frieden ruhen wird. Weltweit sorgte die Nachricht für große Trauer, da Otsuka als einer der besten Animatoren des traditionellen Anime galt und einen einzigartigen Stil hatte. Eine besonders große Leidenschaft hatte er dabei für Militärfahrzeuge und Autos.

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Im Westen war er vor allem für die weltweit bekannte Serie „Lupin III“ bekannt, für die er Animationsregisseur und Charakterdesigner war. Mit seinen engen Freund Hayao Miyazaki war er ebenfalls für „Futur Boy Conan“ zuständig und den Lupin Film „Das Schloss des Cagliostro“. Zuletzt hatte Otsuka 2007 bei dem TV-Special von „Lupin III: Elusiveness of the Fog“ mitgearbeitet, das ein Tribut zum 40. Jubiläum war.

Neben der Produktion von Anime befasste er sich auch mit der Geschichte. Sein Buch Sakuga Asenmamire gilt heutzutage als wichtigstes Werk zu Anime in den 60er und 70er. Zu Ehren seiner Leistungen erhielt Otsuka den Special Award für sein Lebenswerk bei den 42. Japan Academy Prize 2019.

Yasuo Otsuka war mehr als nur ein Animator

Yasuo Otsuka wurde 1931 in der Präfektur Shimane geboren und startete 1956 seine Kariere beim heutigen Toei Animation. Bei dem Studio arbeitete er unter anderen an dem Klassikern „Wanpaku Ōji no Orochi Taiji“ und „Erzählung einer weißen Schlange“ mit.

Als Animeregisseur half er Isao Takahata, späterer Mitbegründer von Studio Ghibli, beim Film „Taiyō no Ōji: Horusu no Daibōken“. Takahata ist selbst 2018 im Alter von 82 verstorben. Trotz seines noch jungen Alters wurde Otsuka schon früh von Kritikern sehr für seine lebendigen und flüssigen Animationen gelobt, die zahlreiche Anime prägen sollten.

In den kommenden Jahren arbeitete Otsuka für Shin-Ei Animation, Studio Ghibli sowie Telecom Animation Film und arbeitete mit zahlreichen Persönlichkeiten der Anime-Welt zusammen. In den 90er begann Otsuka die kommende Generation an Animatoren an der Yoyogi Animation Academy in Tokyo auszubilden. Er selbst zog sich zuletzt vom Animieren zurück und konzentrierte sich auf das Schreiben von Büchern.

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