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Mann mit Schlaganfall wird einfach in einem Park in Nagoya ausgesetzt

Mitarbeiter eines Beratungszentrums völlig überfodert

Ein Mann, der Mitte Januar einen Schlaganfall erlitten hat, wurde von Mitarbeitern der Präfekturverwaltung Aichi einfach in einen Park gebracht, da sie nicht wussten, was sie mit ihm tun sollten und der Park außerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches liegt.

Der ca. 70-jährige Mann wird aktuell in einem Krankenhaus behandelt. Nach Angaben der Präfekturverwaltung wurde er von Mitarbeitern der Präfekturpolizei Aichi festgenommen, da er Mitte Januar versucht hatte, einen Geldautomaten ohne Bankkarte zu benutzen.

Feuerwehr verweigerte Transport in ein Krankenhaus

Er wurde dem Ama-Beratungszentrum in Tsuhima übergeben. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits nicht mehr fähig, mündlich oder schriftlich zu kommunizieren.

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Drei Mitarbeiter des Zentrums suchten nach einer Unterkunft für den Mann, fanden allerdings keine. Sie meldeten sich auch bei der Feuerwehr, damit sie ihn zu einem Krankenhaus bringen.

Die Feuerwehr lehnte dies allerdings ab, mit der Begründung, dass es sich nicht um ein Notfall handelt und es daher nicht erforderlich ist, ihn in ein Krankenhaus zu bringen.

Statt den Schlaganfall behandeln zu lassen, wurde der Mann in einen Park gebracht

Die Mitarbeiter waren sich nicht sicher, wie sie nun reagieren sollen und brachten den Mann mitten in der Nacht in einen Park im Bezirk Nakamura in der Stadt Nagoya, der außerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches liegt.

Danach riefen sie von einem öffentlichen Telefon die Notrufnummer und meldeten den Mann anonym und ließen ihn dann alleine. Ein Rettungsteam, das einige Zeit nach dem Anruf im Park eintraf, leitete sofort nötige Maßnahmen ein. Der Mann wird aktuell in einem Krankenhaus behandelt.

Laut des Wetterobsavatoriums von Nagyoa hatte es zu diesem Zeitpunkt geregnet und es war mit 6,4 Grad Celsius nicht gerade warm.

Die Präfekturpolizei, die glaubte, dass der Mann sich in dem Ama-Beratungszentrum, war überrascht, dass er in Bezirk Nakamura gefunden worden war und nahm Kontakt mit dem Zentrum auf.

Daraufhin gaben die drei Männer den Vorfall zu.

Untersuchungen laufen

Laut der Familie des Mannes war er Tage vor dem Vorfall noch kerngesund, es gab keine Anzeichen, dass er bereits einen Schlaganfall hatte.

Laut der Präfekturverwaltung sollten ältere Menschen, deren Identität nicht festgestellt werden kann, wenn sie von den Behörden betreut werden, entweder in eine Notunterkunft oder eine medizinische Einrichtung gebracht werden.

Der Leiter der Abteilung für Wohlfahrt und Dienstleistungen der Präfektur sagte: „Wir befinden uns mitten in einer Untersuchung, daher kann ich keinen Kommentar abgeben. Aber wenn dies wirklich so abgelaufen ist, war es eine völlig inakzeptable Reaktion.“

MA

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