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HomeNachrichten aus JapanAnti-High-Heels-Kampagne setzt sich nun gegen Brillenverbot bei Frauen ein

Zweite Petition soll die Regierung dazu bewegen, Kleidervorschriften zu kontrollieren

Anti-High-Heels-Kampagne setzt sich nun gegen Brillenverbot bei Frauen ein

In diesem Jahr sorgten eine Petition und der Hashtag KuToo gegen die High-Heels-Vorschriften für Frauen am Arbeitsplatz für viel Aufsehen. Schriftstellerin und Schauspielerin Yumi Ishikawa war der Kopf hinter der Kampagne und setzte sich aktiv gegen die Pflicht zu den unbequemen Schuhen ein.

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Sie erhielt viel Zuspruch aus der Bevölkerung und tatsächlich reagierten einige große Unternehmen und änderten ihre Kleidervorschriften. Der Kampf für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz ist für Ishikawa jedoch nicht zu Ende, denn nun geht sie gegen das Brillenverbot für Frauen vor.

In der neuesten Petition fordert Ishikawa eine allgemeine Lockerung der Kleidervorschriften. Am Dienstag reichte sie die Forderung mit mehr als 31.000 Unterschriften beim Arbeitsministerium ein. Gegenüber Reportern erklärte sie, dass es noch immer Diskriminierungen in dem Bereich gib.

Die Hauptursache für das Problem sind Unternehmen, die Reglungen haben, die nur für Frauen gelten. Darunter gehört neben der Pflicht zu High Heels die Pflicht zu Make-up und das Verbot von Brillen. Ishikawa will deswegen, dass die Methoden überprüft werden.

Regierung änderte Gesetz bis jetzt nicht

Eine anonyme 28-jährige Rezeptionistin erklärte, dass sie keine Brille tragen darf, da es angeblich zu einem kalten Gesicht führe. Sie muss deswegen Kontaktlinsen tragen, die aufgrund ihrer chronisch trockenen Augen sehr unangenehm sind und sie ist besorgt, dass ihrer Augenkrankheit schlimmer wird. Ein Beamter des Hauptarbeitsamtes bestätigte, dass einige Unternehmen Rezeptionistinnen verbieten, sich die Haare zu färben oder Brillen zu tragen und gepflegte Nägel vorschreiben.

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Es ist bereits die zweite Petition, die Ishikawa bei der Regierung einreichte. Die erste reichte sie im Juni ein. Es wurde mit ihr gefordert, dass die Gesetzgebung den Zwang zu High Heels als Misshandlung deklariert. Leider gab es von der Regierung trotz der Reaktion der Öffentlichkeit keine Änderungen.

In den Regelentwürfen zur Bekämpfung von Belästigungen am Arbeitsplatz von Oktober tauchte das Problem mit den Schuhen nicht auf, was Ishikawa schockierte. Ein Beamter, der der die Petition erhielt, gab dazu an, dass das Ministerium sie als eine Meinung betrachtet, bevor sie eine Entscheidung treffen. Es kann demnach noch möglich sein, dass der Punkt in den Reglungen mit aufgenommen wird.

JP

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