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Anti-Hitze-Maßnahmen für die Olympischen Spiele sind doppelt so teuer wie erwartet

Sportler, Zuschauer und Mitarbeiter sollen ausreichend geschützt sein

Nächstes Jahr finden in Tokyo die Olympischen und Paralympischen Spiele statt. In dem besagten Zeitraum soll es allerdings unerträglich heiß in der Hauptstadt Japans sein, weswegen die Organisatoren Anti-Hitze-Maßnahmen aufstellten. Die sollen aktuell jedoch mehr als doppelt so viel kosten wie ursprünglich geplant.

Nach bisherigen Berechnungen sollen die Maßnahmen für die Sportler, Mitarbeiter und Zuschauer um die 83 Millionen Euro kosten. Das ist fast 2,5 Mal so viel wie das japanische Organisationskomitee und der Regierung von Tokyo eigentlich ausgeben wollten. Ursprünglich waren umgerechnet 16 Millionen Yen für die Maßnahmen geplant. Damit wollten sie unter anderem Zelte und Ventilatoren an den Sicherheitschecks aufstellen.

Abkühlung für freiwillige Helfer und Zuschauer

Schnell mussten jedoch die Regierung und die Organisatoren feststellen, dass die Maßnahmen bei Weitem nicht ausreichten. Ebenfalls forderten internationale Sportorganisationen nach einigen Testveranstaltungen in Tokyo, dass es bessere Sicherheitsmaßnahmen gibt, um die Bedingungen bei der Hitze abzuschätzen. Allgemein war bei vielen die Sorge um die Athleten bei den hohen Temperaturen hoch.

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Aus dem Grund trafen sie weitere Vorbereitungen, die jedoch die Kosten ordentlich in die Höhe trieben. Unter anderem wollen sie 1.300 Tonnen an Eis und Bäder zur Abkühlung der Sportler an den mehr als 100 Trainingsorten und Wettkampfstätten bereitstellen. Ebenfalls soll es Gefrierboxen und Kühlschränke an den Orten geben. Für die Mitarbeiter und die 80.000 Freiwilligen soll es Eiscreme, Salztabletten, Erfrischungstücher und Instand-Kühlmittel geben.

Dazu erhalten Personen, die draußen arbeiten, vier Flaschen, die sie befüllen dürfen. Das Personal drinnen erhält zwei Flaschen. Zuschauer sollen sich hingegen in Zelten abkühlen können, von denen es nun 2,5 Mal mehr mit einer Gesamtfläche von 20.000 Quadratmetern geben soll. Ebenfalls wird die Zahl der Trinkbrunnen erhöht, sodass es je nach Veranstaltungsort einen Wasserhahn für 500 bis 3.000 Personen gibt. Zuschauer dürfen ebenfalls eine Trinkflasche mit zu den Austragungsorten nehmen, wobei die genauen Regelungen noch diskutiert werden

Marathon wurde bereits verschoben

Zusammen wurde sich allgemein geeinigt, dass sie weitere 24 Millionen Euro ausgeben. Wie hoch jedoch genau die Erhöhung der Kosten ist, wird sich vermutlich im Budgetentwurf für die Olympischen Spiele ergeben, der vermutlich Ende Dezember vorgestellt werden soll.

Zusätzlich verschoben die Organisatoren den olympischen Marathon und andere Laufveranstaltungen nach Sapporo. Das sorgte zwar für großen Unmut in Tokyo, für die Sportler bedeutet es jedoch, dass sie in einer Umgebung antreten können, in der es mehrere Grad kühler ist. Die Kosten für den Marathon sind dabei noch nicht in dem neuen Budget einberechnet.

Trotzdem bleiben viele weiterhin besorgt. Einige Beamte glauben, dass Tokyo nur schwer effektiv gegen die Hitze ankämpfen kann, die in den letzten Jahren immer wieder Rekordhöhen erreichte. Es wird sich demnach wohl nicht komplett vermeiden lassen, dass das Wetter einigen Sportlern, Zuschauern und Mitarbeitern gesundheitlich zusetzen wird.

TAS

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