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Turner widerlegt Behauptungen

Anti-Sex-Betten im Olympischen Dorf sind Fake-News

Mittlerweile wohnen schon einige internationale Athleten im Olympischen Dorf in Tokyo. Es ist Online aber das Gerücht aufgetaucht, dass die gestellten Betten aus Pappe eigens für die Pandemie angefertigte Anti-Sex-Betten sind. Das stimmt natürlich nicht, wie vom Olympischen Komitee nun aufgeklärt wurde.

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Auf Twitter tauchten in den letzten Tagen mehrere Meldungen auf, dass in dem Olympischen Dorf Pappbetten stehen, die so klein und instabil sind, dass nur eine Person darin schlafen kann. Angeblich sollten so intime Kontakte zwischen den Sportlern verhindert werden, um eine Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern.

Betten fallen nicht einfach zusammen

Schnell zeigten die Bewohner aber selbst, dass es sich um eine Falschmeldung handelt. Der irische Turner Rhys McClenaghan filmte sich selbst beim wiederholten Springen auf seinem Bett, nachdem er von den angeblichen Anti-Sex-Maßnahmen in der New York Post gelesen hatte.

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Das Bett hielt McClenaghan ohne Probleme, der betonte, dass sie zwar aus Pappe sind, aber offensichtlich bei plötzlichen Bewegungen nicht zusammenbrechen. Für ihn waren die Behauptungen deswegen ganz klar eine Falschmeldung

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Der offizielle Twitter-Account der Olympischen Spiele dankte McLenaghan für das Beweisvideo und bestätigte, dass es sich um nachhaltige, robuste Konstruktionen handelt. Auslöser für die Falschmeldung war vermutlich ein Olympionik. US-Langstreckenläufers Paul Chelimo twitterte vor einigen Tagen, dass die Pappbetten dazu gedacht sind, Intimität zwischen Sportlern zu vermeiden und deswegen nur eine Person tragen könnten.

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Chelimo ist dabei vermutlich auch einem Missverständnis zum Opfer gefallen. Die Betten wurden 2019 offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Es wurde angeben, dass sie etwa 200 Kilogramm tragen können und nach den Spielen einfach recycelt werden.

Sportler sollen Abstand halten

Schon zu dem Zeitpunkt machten sich einige Sorgen, dass sie instabil sind. Unter anderen hinterfragte der australische Basketballspieler Andrew Bogut die Standhaftigkeit. Der Hersteller Airweave versprach daraufhin im Januar erneut, dass sie die Betten einem strengen Stresstest unterzogen haben und sie das Gewicht von zwei Menschen tragen können.

Dass sie trotzdem als Anti-Sex-Betten verdächtigt wurden, hat vermutlich mit den anderen Maßnahmen von Tokyo zu tun. Sportler sind angehalten, auf intime Kontakte mit anderen Athleten zu verzichten und sich nur in ihrem eigenen Umfeld aufzuhalten, um Infektionen zu vermeiden.

Allerdings werden trotzdem von den Organisatoren voraussichtlich 160.000 Kondome verteilt, die jedoch mehr als Souvenir gedacht sind, als für den Gebrauch. Die Athleten werden direkt gebeten, sie nicht im Olympischen Dorf zu verwenden, sondern sie mit in ihre Heimat zu nehmen, um die Aufklärungskampagne zu HIV und AIDS zu unterstützen.

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