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Anzahl der Kindercafeterien mit kostenlosem oder billigerem Essen in Japan steigt an

Trotz guter Wirtschaft ist Kinderarmut ein Problem

Obwohl es Japans Wirtschaft aktuell gut geht, ist Kinderarmut ein ernstes Thema. Viele Kinder können sich kein anständiges Mittagessen leisten. Gemeinnützige Organisationen versuchen deswegen mit sogenannten Kindercafeterien zu helfen, die billigere oder gar kostenlose Mahlzeiten anbieten. Laut der Organisation Musubie steigt die Zahlen der Einrichtungen sogar.

Musubie ist eine Organisation, die Netzwerke von Kindercafeterien unterstützt. Sie führten die Umfrage zwischen Juni 2018 bis Mai 2019 durch und befragten dafür Einrichtungen in ganz Japan, die durch ein Netzwerk verbunden sind. Laut der Umfrage von Musubie gab es bis Mai 2019 in ganz Japan 3.718 Kindercafeterien. Das ist ein Anstieg um das 1,6-fache im Vergleiche zum letzten Jahr. Für sie sind die Einrichtungen allerdings nicht nur zur Bekämpfung der Armut, sondern ebenfalls für den regionalen Austausch da.

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Mittlerweile gibt es in 46 der 47 Präfekturen Einrichtungen und bei allen stiegen die Zahlen. Lediglich Akita im Nordwesten weist keine Veränderungen auf. In Vergleich dazu verdreifachten die Präfekturen Nagasaki, Fukushima und Ibaraki die Einrichtungen. Trotzdem ist die Verteilung unausgeglichen.

Musubie schlägt deswegen vor, mindestens eine Kindercafeteria pro Grundschulbezirk zu eröffnen. So soll erreicht werden, dass alle Kinder Zugang zu einer Einrichtung haben. Bis jetzt liegt die Quote bei einer Kindercafeteria für sechs Grundschulbezirke. Doch die Zahlen bessern sich. Okinawa erreicht von allen Präfekturen eine Erfüllungsrate von 60,5 Prozent. Shiga folgt mit 52,5 Prozent und Tokyo mit 36,6 Prozent. Den niedrigsten Wert verzeichnet mit 5,5 Prozent Akita.

Kindercafeterien benötigen Unterstützung von der Öffentlichkeit

Makoto Yuasa, Vorsitzende von Musubie, erklärte, dass vor allem in Berggebieten wenige Einrichtungen sind. Die unregelmäßige Verteilung ist ein großes Problem, das es zu lösen gibt. Zusätzlich benötigt man die Unterstützung der Öffentlichkeit, um Risiken wie Lebensmittelvergiftungen und Lebensmittelallergien zu beseitigen. Die Sicherung von Ressourcen verbessert sich jedoch dank der Hilfe der Präfekturregierung, wie der Berater Kazuyuki Noguchi aus Saitama erklärte.

Doch er merkte noch große Probleme an. Von den 123 Kindercafeterien, die es im August 2018 in der Präfektur gab, mussten 13 bis Februar 2019 wieder schließen. Laut Noguchi ist es deswegen wichtig, die Ursachen der Schließungen zu finden, um anderen zu helfen und die Anzahl der Einrichtungen zu erhöhen. Wie viele für das kommende Jahr geplant sind, sagte er nicht.

Quelle MS

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