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Anzahl der Milchviehbetriebe in Japan sinkt seit 20 Jahren

Immer mehr Milchbauern in Japan geben auf

Die Zahl der Milchviehbetriebe fällt seit 20 Jahren in Japan kontinuierlich, auch die Produktion ist gesunken. Das hat zur Folge, dass die Preise immer weiter steigen.

Laut des Landwirtschaftsministeriums ist die Anzahl der Betriebe in den letzten 20 Jahren um fast 60 Prozent gesunken. Gründe dafür sind ein raues Arbeitsumfeld mit wenigen arbeitsfreien Tagen und der Mangel an Mitarbeitern.

Dadurch sinkt auch die Produktion, mittlerweile um 15 Prozent.

Produktion der Milchviehbetriebe sank auf 7,29 Millionen Tonnen

Laut dem Landwirtschaftsministerium waren es 1998 37.400 Milchviehbetriebe, 2018 waren es nur noch 15.700 Betriebe. Das entspricht 1.085 Betriebe pro Jahr, die aufgeben.

Die Produktion von Rohmilch, aus der Milch und Butter hergestellt werden, ging von 8,57 Millionen Tonnen im Jahr 1998 auf 7,29 Millionen Tonnen 2018 zurück.

Probleme Mitarbeiter und Nachfolger für den Hof zu finden

Die meisten Milchviehbetriebe befinden sich im Familienbesitz und haben große Probleme Mitarbeiter zu finden, da es einen Arbeitskräftemangel in Japan gibt. Auch einen Nachfolger, der den Hof übernimmt, zu finden, gestaltet sich schwierig.

Eine Umfrage des Japan Dairy Council ergab, dass der durchschnittliche Milchviehbetrieb in Hokkaido 77,7 Kühe hält, was über den japanischen Durchschnitt von 43,3 ist.

Bundesweit liegt das Durchschnittsalter von Milchbauern bei über 50 und durchschnittlich gibt es 17,7 freie Tage pro Jahr.

Dazu kommt, dass ein Milchbauer, der keinen Nachfolger hat, es sich zweimal überlegt, ob er in teure Maschinen investiert. Daher ist dies neben dem Alter und Krankheiten auch der häufigste Grund für eine Geschäftsaufgabe.

Zusätzlich wird erwartet, dass Japan die Milchimporte erhöhen wird, da im vergangenen Jahr das Transpazifische Freihandelsabkommen in Kraft getreten ist und der Import nun leichter wird.

Kunden müssen mehr zahlen

Allerdings wirkt sich der Rückgang der Milchviehbetriebe für die Kunden schon jetzt auf den Preis aus und es könnte so weit gehen, dass die stabile Versorgung nicht mehr garantiert werden kann.

Da die Priorität auf Milch zum Trinken liegt, wird es zwangsläufig auch einen Mangel an Rohmilch für die Herstellung von Butter, Käse und andere Milchprodukte entstehen.

Laut dem Landwirtschaftsministerium ist der Preis für einen normal großen Milchkarton in Supermärkten und anderen Einzelhandelsgeschäften seit April um etwa 7 Yen (ca. 0,057 Euro) gestiegen.

Aufgrund von Faktoren wie der wachsenden Popularität von Käse steigt der japanische Verbrauch von Milchprodukten. Auch die Importe von Milchprodukten sind gestiegen, von 4,05 Millionen Tonnen im Geschäftsjahr 2013 auf 5 Millionen Tonnen im Geschäftsjahr 2017, was einem Anstieg von etwa 20 Prozent entspricht.

Quelle: JN

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