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Fehler bemerkten Arbeiter schnell und versuchten ihn sofort zu beheben

Arbeiter entfernen versehentlich Steuerstab an Reaktor vom Kernkraftwerk Ikata

Kürzlich wurden in dem Kernkraftwerk Ikara in der Präfektur Ehime Wartungsarbeiten durchgeführt. Dabei unterlief den Arbeitern jedoch ein Fehler und sie entfernten versehentlich den Steuerstab von Reaktor Nummer drei.

Am Sonntag bestätigt der Betreiber Shikoku Electric Power Co. den Vorfall in der Anlage. Sie beruhigten jedoch gleichzeitig die Bevölkerung. Trotz des Fehlers gab es keinen Kontrollverlust bei der nuklearen Reaktion und kein nukleares Material trat aus. Der Reaktor selbst ist aufgrund der Arbeiten seit dem 26. Dezember abgeschaltet.

Fehler wird nach Stunden behoben

Zu dem Vorfall kam es hingegen bei der Entfernung der Brennelemente. Um sie zu entfernen wurde die Vorrichtung zum Aufhängen der Brennelemente an der Oberseite des Reaktors angehoben. Dabei wurde jedoch neben den Brennelementen ebenfalls einer der 48 Steuerstäbe aus dem Reaktor gehoben, was eigentlich nicht passieren soll. Um etwa 13:20 Uhr am Sonntag wurde der besagte Stab aus dem Behälter versehentlich entfernt.

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Mitarbeiter bemerkten beim Anheben der Apparatur jedoch schnell, dass der Kontrollstab ebenfalls angehoben wurde. Die Gewichtssensoren zeigten einen Wert an, der normalerweise nur bei einem fehlenden Steuerstab zu sehen ist, wodurch der Fehler auffiel.

Die Steuerstäbe sind dazu da, die Kernspaltung in dem Reaktor zu unterdrücken, um den Kernreaktor im Prinzip anzuhalten. Wenn der Stab entfernt wird, muss die Borkonzentration in Reaktorkühlmittel angepasst werden, damit es weiter zu einer Spaltung im Reaktor kommen kann. Nach etwa sieben Stunden befand sich der Sicherheitsstab wieder in Reaktor drei.

Dabei ist es nicht der erste Vorfall, den das Unternehmen zu verzeichnen hat. Am letzten Dienstag wurde zusätzlich bestätigt, dass Oktober 2017 eine Inspektion eines Notluftversorgungsfilter im Hauptkontrollraum von Reaktor drei falsch durchgeführt wurde. Zuvor wurde der gesamte Brennstoff nicht aus dem Reaktor entfernt, wie es eigentlich vorgeschrieben ist. Ob es dabei zu Problemen kam, wurde nicht bestätigt.

Zeitplan wird durcheinandergebracht

Shikoku Electric hatte eigentlich geplant, die MOX-Brennelemente am Montag um 12 Uhr aus dem Reaktor zu entfernen. Da jedoch der Vorfall untersucht werden musste, kam es zu einer Verzögerung des Zeitplans. Bis zum 27. April sollten die Arbeiten eigentlich abgeschlossen sein. Es war das erste Mal, dass MOX-Brennelemente auf diese Art in einem kommerziellen Kernkraftwerk entnommen wurden. Der Stoff besteht aus einer Mischung aus Plutonium von abgebranntem nuklearem Stoff sowie Uran und ist seit 1997 im Einsatz. Den Reaktor im Ikata Kernkraftwerk gibt es hingegen seit 2010, der mit 16 MOX-Brennelementen erzeugt.

Shikoku Electric plant die entfernten Brennelemente wiederzuverwenden und wird sie deswegen wahrscheinlich im Kernkraftwerk lagern. Obwohl die Regierung und die Unternehmen die MOX-Brennelemente fördern, gibt es einen Mangel an Wiederaufbereitungsanlagen im Land, sodass sich das gefährliche Material trotzdem stapelt.

MS

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