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Atombomben-Kreuz kehrt in die Kathedrale von Nagasaki zurück

Blleibendes Zeichen des Friedens kehrt nach Hause zurück

Ein Kreuz, das nach dem Atombombenangriff auf Nagasaki in den Ruinen der Kathedrale von Urakami gefunden wurde, wird in diesem Sommer aus den Vereinigten Staaten wieder in seinen Ursprungsort zurückkehren. Damit senden die USA ein Anti-Atomsymbol nach Japan.

Das etwa ein Meter hohe Holzkreuz ist mit goldfarbenem Dekor versehen und wurde bisher im Peace Resource Center am Wilmington College in Ohio aufbewahrt. Das Zentrum sammelte zahlreiche Fundstücke von den Atombomben-Zielen Hiroshima und Nagasaki, damit die Geschichte immer lebendig bleibt. Das Kreuz brachte Walter Hooke, ein ehemaliger U.S. Marine, der in Nagasaki stationiert war, 1945 mit in die USA.

Hooke, der 2010 im Alter von 97 Jahren verstarb, erzählte einem US-Forscher, der sich mit Nuklearfragen beschäftigte, dass er das Kreuz in der Kathedrale in Nagasaki fand. Diese wurde durch den Atombomben-Abwurf am 9. August 1945 weitestgehend zerstört.

Der Marine, der selbst Katholik ist, berichtete dem Forscher, das Kreuz von Aijiro Yamaguchi, dem damaligen Bischof von Nagasaki, erhalten zu haben. Hooke schickte es dann in die Vereinigten Staaten zu seiner Mutter.

Ein Zeichen des Friedens

Tanya Maus, die Leiterin des Zentrums, plant das Kreuz selbst an die Kathedrale von Urakami zurückzugeben. Sie wird Japan am 9. August besuchen, um an einer Gedenk-Gebetszeremonie für die Opfer des Atombomben-Abrufs auf Nagasaki teilzunehmen.

Mitsuaki Takami, der 73-jährige Erzbischof von Nagasaki, begrüßt das Angebot der USA. Er möchte das Atombomben-Kreuz auf jeden Fall in der Kathedrale ausstellen. Gemäß den Untersuchungen gibt es allerdings keine Anzeichen, dass das Kreuz beim Atombomben-Abwurf wirklich in der Kathedrale von Nagasaki war.

Atombomben-Kreuz von Nagasaki
Bild: Peace Resource Center at Wilmington College

Basierend auf der Form des Kreuzes und anderen stilistischen Merkmalen geht Takami davon aus, dass das Kreuz ursprünglich in einem Vorbereitungsraum für die Messen gestanden hat. Tanya Maus betont, dass diese kleine Geschichte ein Zeichen für den Frieden setzen und zur Versöhnung beitragen kann. Gleichzeitig soll es ein Zeichen für die Abschaffung von Atomwaffen sein.

Quelle: AS

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