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Atombombenüberlebende protestieren für den INF-Vertrag

Nach wie vor steht die Zukunft des INF-Vertrags auf der Kippe. Während die USA und Russland noch nicht komplett aus dem Abkommen ausgetreten sind, versuchen andere Länder sie verzweifelt von dem Vorhaben abzubringen. Die Auflösung des Vertrags zur Verhinderung des atomaren Wettrüstens und landgestützte nukleare Flugkörper könnte große Konsequenzen nach sich ziehen. Aus dem Grund protestieren am Samstag zahlreiche Atombombenüberlebende in Nagasaki für das Abkommen.

Unter den 80 Demonstranten befanden sich neben Überlebenden Anwohnern auch Menschen aus ganz Japan. Zusammen marschierten sie zum Nagasaki-Peace-Park. Vor der Friedensstatue veranstalteten sie trotz Nieselregen ein einstündiges Sit-In. Reportern erzählten die Teilnehmer anschließend, dass sie Briefe mit ihrer Wut an die Botschaften von Russland und den USA schicken wollen.

Schon der Bürgermeister der Stadt machte letzte Woche deutlich, dass er gegen die Entscheidung der beiden Länder ist. Tomihisa Taue fordert sie deswegen auf, den Vertrag beizubehalten, um den Frieden auf der Welt zu waren. Er befürchtet sonst erneut einen kalten Krieg. Die Atombombenüberlebenden fürchten etwas Ähnliches. Sollte der Vertrag tatsächlich in sechs Monaten auslaufen, sei die Welt erneut sehr anfällig für Atomwaffen.

Nie wieder Atomwaffen

Sie haben nämlich die Hoffnung, dass Nagasaki die letzte Stadt in der Geschichte der Menschheit ist, die unter einer Atombombe leiden muss. Russland und die USA sollten deswegen eher ihre Anstrengungen zur nuklearen Abrüstung verstärken, statt sie aufzugeben. Die beiden Länder sollen ihre Probleme ausdiskutieren, anstatt alles wegzuwerfen.

So einfach aufgeben wie die beiden Nationen wollen die Demonstranten nicht. Sie versammelten sich immer am Neunten jeden Monats im Nagasaki-Peace-Park, um an den Atombombenabwurf und seine Opfern vom 9. August 1945 zu erinnern. Gleichzeitig setzten sie ein Zeichen für den Frieden und die Abschaffung von Atomwaffen, die den Menschen nur Leid bringen.

Quelle: NHK

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