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Atombombenüberlebende überreichen UNO Millionen Unterschriften zum Stopp von Atomwaffen

Nach wie vor kämpfen die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki für ein Verbot der schrecklichen Waffe. 2017 kamen sie ihrem Ziel näher, als die UNO ein weitreichendes Verbot von Atomwaffen verabschiedete. Leider gilt es nach wie vor noch nicht. Mit 9.415.025 Unterschriften aus der ganzen Welt wollen die Überlebenden nun die UN zur Durchsetzung bewegen.

Sueichi Kido übergab die Unterschriften für die Durchsetzung des Atomwaffenverbotsvertrags (TPNW) am Donnerstag dem UNO-Hauptquartier in New York. Er überlebte 1945 den Abwurf der Atombombe über Nagasaki. Gleichzeitig ist er Generalsekretär der Japan Confederation of A-and H-bomb Sufferers Organizations. Zusammen mit anderen Mitgliedern legte Kido die Dokumente der dritten und letzten Sitzung des Vorbereitungsausschusses für die Überprüfungskonferenz der Vertragsparteien des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NPT) vor. Unter anderem erhielten damit der Vorsitzende Syed Mohamad Hasrin Aidid und UNO Unter-Generalsekretärin Izumi Nakamitsu die Unterschriften.

Schon im Herbst 2018 reichten die Atombombenüberlebenden Unterschriften ein, um den Vertrag zu beschleunigen. Seitdem sind nun 1,11 Millionen Unterschriften dazugekommen. Kido sprach bei der Übergabe persönlich mit Aidid über die Aktion. Er erklärte ihm, dass die nukleare Abrüstung ein internationaler Trend ist, der sich nicht aufhalten lässt. Der Anstieg von Spannungen und Konflikte kein Grund sind Atomwaffen zu behalten, sondern genau der Punkt die Abrüstung zu unterstützen.

Keine guten Aussichten für die Konferenz

Die Sitzung des Ausschusses selbst geht noch bis zum 10. Mai. Alle fünf Jahre findet die Überprüfungskonferenz für den NPT statt – der nächstes Jahr sein 50. Jubiläum feiert. Die Teilnehmer wollen dabei den aktuellen Stand des Vertrags überprüfen. Allerdings konnte die Sitzung in der Vergangenheit den Konflikt zwischen Atom- und Nicht-Atomstaaten nicht lösen.

Für die Verhandlungen auf der Konferenz im nächsten Jahr sieht es ebenfalls nicht gut aus. Vor allem die USA bereiten den Befürwortern des Vertrags große Probleme. Die Nation will nämlich zusätzlich aus dem Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty (INF) austreten, was ein harter Schlag für die Anti-Atomwaffen-Fraktion wäre.

Kido und Jiro Hamasumi (ebenfalls Überlebender) wollen nicht aufgeben. Sie wollen weiter für eine Welt ohne Atomwaffen kämpfen und der zukünftigen Generation das Leid der schrecklichen Waffe ersparen. Hamasumi sagt in einer Rede direkt, dass sie frei von der Angst sein sollen, dass sie eine weitere Hölle auf Erden erleben. Für ihn ist es die Aufgabe der Hibakusha (Atombombenüberlebenden) und jedes Erwachsenen auf der Welt, Kindern einen blauen und klaren Himmel ohne Atomwaffen und Krieg zu übergeben.

Quelle: Mainichi Shimbun, Kyodo

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