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Atomkatastrophe von Fukushima hätte laut Seismologe verhindert werden können

Der Seismologe einer wichtigen Erdbebenvorhersage in Japan hat am 9. Mai vor Gericht ausgesagt. Dabei hat er behauptet, dass die Atomkatastrophe 2011 in Fukushima hätte verhindert werden können, wenn seinen Warnungen mehr Beachtung geschenkt worden wäre.

Der Seismologe hat bei einem Verfahren gegen die drei ehemaligen Führungskräfte von Tokyo Electric Power Co. (TEPCO) ausgesagt, denen professionelle Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. Denn durch ihre Fahrlässigkeit sollen 44 Personen verstorben sein. Außerdem werden ihnen weitere, durch die Fahrlässigkeit verursachte Verletzungen von Personen zur Last gelegt, die aus einem Krankenhaus in der Nähe von Fukushima No.1 evakuiert werden mussten.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Tokyo hatte ursprünglich beschlossen, keine Anklage gegen die drei zu erheben, da es an Beweisen mangelte. Doch ein unabhängiges Gremium von Bürgern stimmte für eine obligatorische Anklage gegen die drei ehemaligen Führungskräfte. Der Seismologe sagte vor Gericht aus, dass er im Juli 2002 eine Erdbebenprognose erstellte, während er für die Regierungszentrale für Erdbebenforschung arbeitete.

Damals warnte sein Bericht davor, dass ein Erdbeben der Stärke 8 vor der Küste von Sanriku in der nordöstlichen Region Tohoku bis zur Halbinsel Boso in der Präfektur Chiba ausbrechen könnte. Dieses Beben könnte laut dem Bericht einen 10 Meter hohen Tsunami für weite Gebiete von Tohoku bis Kanto verursachen. Der Prozess ist bereits der elfte, bei dem die Verantwortung ermittelt werden sollen, die zur dreifachen Kernschmelze der Anlage führte. Der Seismologe ist ein emeritierter Professor an der Universität Tokyo und war von 1995 bis 2012 im Komitee des Erdbebenforschungsinstituts tätig.

Dort spielte er eine zentrale Rolle bei der Erstellung einer langfristigen Einschätzung der Wahrscheinlichkeit von schweren Erdbeben in seiner Funktion als Leiter des Erdbebenpanels. Der Anwalt vor Gericht fragte den Seismologen nach dem Prozess der Erstellung des Berichts. Der erklärte, dass dafür die Meinungen von zahlreichen Experten mit unterschiedlichen Perspektiven genutzt wurden. Im Anschluss seien alle auf den gemeinsamen Nenner gekommen, dass ein schweres Erdbeben wahrscheinlich ist.

Doch angeblich sei das Kabinettsbüro vor und nach der Veröffentlichung der Prognose mit dem Umfang der Glaubwürdigkeit der Daten nicht einverstanden gewesen. Auch die Verteidiger der ehemaligen Führungskräfte von TEPCO haben ein Unschuldsgesuch für ihre Mandanten eingereicht und die geringe Zuverlässigkeit der Prognose angeführt.

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