Anzeige
HomeNachrichten aus JapanAtomkraftwerk Fukushima Daiichi wurde doch beim letzten Erdbeben beschädigt

Tepco leitet mehr Wasser ins Reaktorgebäude

Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wurde doch beim letzten Erdbeben beschädigt

Am 13. Februar traf die Tohoku Region in Japan erneut ein schweres Erdbeben. Besonders groß war die Sorge um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi. Während zuerst keine Probleme und Schäden gemeldet wurden, musste der Betreiber sich jetzt korrigieren.

Anzeige

Tokyo Electric Power Company (Tepco) bestätigte am Montag, dass es wohl doch zu Schäden gekommen ist. Schon vor einigen Tagen kam der Verdacht auf, dass es am Reaktorbehälter eins neue Schäden gibt. Nun wurde jedoch bestätigt, dass der Kühlwasserstand eindeutig ohne einen sichtbaren Grund schneller sinkt.

Wasserlecks haben sich am Atomkraftwerk verschlimmert

Tepco gab an, dass am Montag um 20:24 Uhr der Wasserstand auf 90 Zentimeter gesunken war. Die Ursache dafür ist bisher nicht bekannt, es wird jedoch ein neuer oder größerer Riss im Becken vermutet.

LESEN SIE AUCH:  Weiter warten auf Normalität 10 Jahre nach Fukushima

Da ein gewisser Wasserstand in dem Behälter zu Überwachung notwendig ist, werden nun stündlich vier Kubikmeter Wasser eingefüllt, statt den bisherigen drei. Weiterer Atommüll soll dadurch nicht verursacht werden. Laut Tepco zirkuliert das Wasser und wird wiederverwendet. Die Menge an verseuchtem Wasser soll deswegen kaum ansteigen.

In dem Reaktor kam es 2011 nach dem Tsunami, wie auch in Reaktor zwei und drei des Kernkraftwerks, zu einem Meltdown. Der führte dazu, dass das Reaktorgebäude starke Schäden nahm und das Kühlbecken leckt. Trotzdem benötigen der geschmolzene Brennstoff und die radioaktiven Trümmerteile weiterhin eine konstante Kühlung. Ein bestimmter Wasserstand ist deswegen sehr wichtig.

Situation ist weiterhin unter Kontrolle

Anzeige

Trotz der neuen Schäden macht sich Tepco aber keine großen Sorgen. Die Kühlung der Brennstoffeinheiten ist nach wie vor gesichert. Das auslaufende Wasser dringt dazu nicht in die Umwelt ein, sondern sammelt sich im Reaktorgebäude.

Wie sich die neuen Schäden auf die Stilllegung des Kernkraftwerks auswirken, sagt Tepco nicht. Die Arbeiten verlaufen weiterhin schleppend, was unter anderem an der Pandemie liegt. Vor einigen Tagen gab es aber auch eine positive Nachricht. Alle abgebrannten Brennelemente aus Reaktor drei konnten erfolgreich entfernt werden.

Anzeige
Anzeige