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HomeNachrichten aus JapanAuf Japans berühmter Nakamise-Einkaufsmeile steigen die Mieten enorm

Auf Japans berühmter Nakamise-Einkaufsmeile steigen die Mieten enorm

Der Eigentümer der berühmten Einkaufsstraße Nakamise im Tokyoter Stadtteil Asakusa wird in den kommenden acht Jahren die Miete der Geschäfte um ein 16-faches steigern. So werden die Händler in acht Jahren statt rund 15.000 Yen (etwa 114,78 Euro) ganze 250.000 Yen (etwa 1.913 Euro) monatlich bezahlen.

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Aktuell haben sich viele Händler entlang der 250 Meter langen Straße, die zum Sensoji-Tempel führt, in ein 10 oder 20 Quadratmeter großes Gebäude eingemietet. Dafür zahlen die Händler momentan 15.000 Yen pro Monat für 10 Quadratmeter große Verkaufsfläche. Doch der Tempel, dem bereits zuvor die Straße gehörte, auf der unzählige Touristen entlangwandern, kaufte letztes Jahr auch die angrenzenden Gebäude.

Aus diesem Grund müssen die Händler mit einem stetigen Anstieg des Mietzinses leben, obwohl sie sich erst gegen diese Erhöhung gesträubt hatten. Nachdem sich der Tempel und die Mieter aber auf eine langsame Erhöhung innerhalb von acht Jahren geeinigt haben, stimmten sie dem Mietpreisanstieg doch zu. Ab Januar werden die Händler bereits 100.000 Yen pro Monat zahlen, und die Miete soll weiterhin in periodischen Schritten von 50.000 Yen erhöht werden, bis in acht Jahren die 250.000 Yen erreicht sind.

Insgesamt 88 Geschäfte befinden sich entlang der 250 Meter langen Straße, die Souvenirs und andere Dinge wie japanische Süßigkeiten an die vielen Touristen verkaufen. Der Tempel kaufte die Gebäude für 20 Millionen Yen, die er nun auch erwirtschaften muss. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Gebäude entlang von Nakamise durch Brände zerstört, doch die Einheimischen bauten die Läden wieder auf, sodass sie nur niedrige Mieten zahlen mussten. Die Einkaufsstraße soll um 1685 gegründet worden sein und gilt als eine der ältesten Einkaufsstraßen Japans.

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