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HomeNachrichten aus JapanAufhebung des Ausnahmezustands kommt in Japan zu früh

Anstieg der Infektionen im Winder erwartet

Aufhebung des Ausnahmezustands kommt in Japan zu früh

Immer mehr Gesundheitsexperten in Japan warnen davor, dass der Ausnahmezustand wie geplant Ende September aufgehoben wird.

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Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen rückläufig, aber in den 19 Präfekturen steht das Gesundheitssystem weiterhin unter starkem Druck, der dann wieder ansteigen wird.

Situation entspannt sich in Japan

Laut der japanischen Regierung wird Premierminister Yoshihide Suga am Dienstag eine Erklärung veröffentlichen, mit der der Ausnahmezustand landesweit aufgehoben wird.

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Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales überstieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der letzten Woche in 14 der 19 Präfekturen, in denen der Ausnahmezustand verhängt wurde, den Grenzwert von 25 Personen für Stufe 4.

Stufe 4 bedeutet, dass sich das Coronavirus dort explosionsartig ausbreitet. Die Präfektur Okinawa führte die Liste mit täglich 120,58 neuen Fällen an, gefolgt von der Präfektur Osaka mit 80,96 Fällen und Tokyo mit 50,86 Fällen.

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Dennoch ist in allen 19 Präfekturen, die unter dem Ausnahmezustand stehen, seit mindestens zwei Wochen ein Abwärtstrend zu verzeichnen, was bedeutet, dass sie die Kriterien für die Aufhebung des Ausnahmezustands erfüllen.

Auch in den Gesundheitssystemen der verschiedenen Regionen sind Verbesserungen zu verzeichnen. Was die Auslastung der Krankenhausbetten auf der Grundlage der potenziell verfügbaren Betten für COVID-19-Patienten betrifft, so fielen acht Präfekturen in die Stufe 4.

Dennoch hat sich der Druck auf die Verfügbarkeit von Krankenhausbetten im Vergleich zur Vorwoche, als 16 Präfekturen als Stufe 4 eingestuft wurden, gelockert.

Aufhebung des Ausnahmezustands wird die Situation wieder verschlimmern

Auch wenn die Zahlen optimistisch klingen, sind sich Gesundheitsexperten einig, dass eine Aufhebung des Ausnahmezustands dazu führen wird, dass der Druck schnell wieder zunehmen wird.

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Tetsuya Matsumoto, Professor an der International University of Health and Welfare, erklärte: „Auch wenn die Infektionszahlen zurückgegangen sind, sind sie immer noch so hoch wie während des Höhepunkts der vierten Infektionswelle im vergangenen Frühjahr.“

Er wies darauf hin, dass nach der Aufhebung des Ausnahmezustands die Infektionszahlen zum Winter hin einen ‚Rebound‘ erleben könnten. Dies könnte sich auch mit der Grippesaison überschneiden.

Als Teil der Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen schlug er vor, COVID-19-Impfungen für junge Menschen verfügbar zu machen und die Kosten für den Kauf von Antigen-Testkits, durch die Regierung zu bezuschussen.

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