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Aufräumarbeiten in Fukushima haben begonnen

In der Präfektur Fukushima wurden nun erste Aufräummaßnahmen nach dem schweren Erdbeben und Tsunami im März 2011 begonnen.

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Als das Erbeben und der Tsunami das Kernkraftwerk Fukishima Daiichi beschädigten, mussten unzählige Menschen ihre Heimat verlassen und sind größtenteils noch heute, über sechs Jahre nach der Katastrophe, in Notunterkünften untergebracht. Nachdem die Umgebung bei der Katastrophe verstrahlt wurde, wurden Pläne für den Wiederaufbau geschmiedet. In einem Sanierungsprojekt, das von der japanischen Regierung auf Kosten des Anlagebetreibers Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. gestartet wurde, wurden nun erste Maßnahmen zur Beseitigung des kontaminierten Bodens, der Gebäude und so weiter vorgenommen.

Auch in Futaba wurden bereits Reinigungsarbeiten durchgeführt, um die Wiederaufbaufläche bewohnbar zu machen. Die Regierung fördert die Sanierungsarbeiten und den Ausbau der Infrastruktur auf nationaler Ebene intensiv. Allerdings zählen 96 Prozent der Stadt Futaba als schwer rückkehrbare Zone, denn die gesamte Stadt beherbergt zusammen mit der Stadt Okuma den Fukushima-Daiichi-Komplex, weshalb es immer noch einen Evakuierungsbereich gibt. Allerdings sollen 555 Hektar, 11 Prozent der Fläche von Futaba, als besondere Wiederaufbaufläche ausgewählt und durch die Sanierungs- und Abbrucharbeiten gereinigt werden.

Der Bürgermeister der Stadt Futaba, Shiro Izawa, sagte gegenüber den Beamten des Aufräumprojekts, dass das Gefühl des Fortschritts die Stadtbewohner motivieren sollte, nach Futaba zurückzuziehen. Außerdem möchte er, dass die Arbeiter an die Gefühle der Bürger denken, wenn sie eines Tages zurückkehren können. Die Aufräumarbeiten begannen unter der Aufsicht des Umweltministeriums in der Nähe des JR-Bahnhofs Futaba.

Bisher gibt es sieben Gemeinden in der Präfektur Fukushima, die noch schwer rückkehrbare Zonen besitzen. Geplant ist allerdings, dass die ehemaligen Bewohner im Frühjahr 2022 wieder in ihre alte Stadt zurückziehen könnten. Doch aktuell sind viele der ehemaligen Bewohner noch nicht sicher, ob sie wirklich zurückkehren, da manche von ihnen schon alt sind. Einige hoffen aber, dass die Stadt eines Tages wenigstens wieder besucht werden kann.

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