News Ausgleich von Japans Personalmangel durch Technologie und KI

Ausgleich von Japans Personalmangel durch Technologie und KI

Seit Jahren leidet Japan unter einem zunehmenden Bevölkerungsschwund. Auch die Wirtschaft und Industrie stehen sich der wachsenden Problematik sinkender Nachwuchskräfte gegenüber. Der Maschinenbausektor versucht, in KI und komplementärer Technologie einen Lösungsansatz zu finden, um den Personalmangel zukünftig auszugleichen.

Vom 16. – 19. Oktober versammelten sich in Chiba in der Nähe von Tokyo große japanische Maschinenhersteller wie Komatsu Ltd. und Fanuc Corp. auf der Combined Exhibition of Advanced Technologies (CEATEC) – Asiens größter Elektronikmesse. Dort stellten sie im Beisein großer Elektronikkonzerne wie beispielsweise Sony Corp. ihre neuste Technologie vor. Der Fokus lag dabei auf der Nutzung von KI und Internet of Things zum Ausgleich des schleichenden Arbeitskräftemangels. Dabei sollen auch sektorenübergreifende Kollaborationen stattfinden.

Von der Arbeitskrise auf dem japanischen Arbeitsmarkt sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen betroffen. Denn sowohl Arbeitskosten als auch der Investitionsbedarf steigen und das können größere Unternehmen besser handhaben. Daher sind arbeitssparende Maßnahmen erwünscht, und dazu zählt auch der Einsatz von Technik als Substitut menschlicher Arbeitskraft.

Innovative Technologien als Substitut bei Arbeitskräftemangel

Beispiele für die Innovation auf dem Gebiet intelligenter Arbeitsmaschinen präsentierte zum Beispiel Komatsu Ltd. Der japanische Maschinenhersteller zeigte dem Publikum seine Idee einer zukünftigen Baustelle. Komponenten sind dabei ein autonomer Hydraulikbagger und ein selbstfahrender Raupenkipper, die mittels Bildanalyse, topographischer Vermessung und Hinderniserkennung zusammenarbeiten. Komatsu ist ein Vorreiter bei der Entwicklung unbemannter Baustellen. Schon 2008 gab es in Australien ein Testprojekt mit einem fahrerlosen Lkw in einer Eisenerzmine.

Komatsu autonomer Hydraulikbagger 2018 CEATEC
Bild: Kyodo News

Gerade die japanische Baubranche ist am stärksten von Arbeitskräftemangel betroffen. Der Ruf nach unbemannten und autonom funktionierenden Baustellen ist daher keine Utopie, sondern soll baldmöglichst in die Realität umgesetzt werden. Denn neben den älteren Arbeitern, die mehr und mehr in Pensionierung gehen, steht Japan der ständigen Gefahr von Naturkatastrophen und zerstörter Infrastruktur gegenüber. Die in der vierten industriellen Revolution liegenden Möglichkeiten schaffen für Unternehmen die Chance, in Zeiten demografischer Veränderungen effiziente und kostengünstige Alternativen zu menschlicher Arbeitskraft zu finden.

Quelle: Kyodo News

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