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Ausländische Künstler wollen nach Trostfrauen-Vorfall nicht mehr an japanischem Kunstfestival teilnehmen

International gibt es scharfe Kritik für die Entfernung der Figur

Vor wenigen Tagen sorgte das Aichi-Triennale-Kunstfestival für viel Aufsehen. Grund dafür war eine Statur, die an die Trostfrauen aus Südkorea erinnerte. Durch die aktuelle aufgeheizte Situation zwischen Japan und Südkorea kam es zu Drohungen gegen die Ausstellung, die die Figur entfernen sollte. Tatsächlich entfernten die Organisatoren sie aufgrund des öffentlichen Drucks. Ausländische Künstler sind davon allerdings alles andere als begeistert und wollen nicht länger am Festival teilnehmen.

Insgesamt zehn Künstler und Künstlergruppen, die Teil der Ausstellung sind, wollen die Entfernung ihrer Werke. Unter anderem befindet sich unter ihnen der Schweizer Ugo Rondinone und die US-Gruppe Center for Investigative Reporting (CIR). Alle wandten sich in einem offenen Brief an die Veranstalter und begründeten ihre Forderung.

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Sie sind gegen die Entfernung der Figur aus der Ausstellung, die sich ironischerweise mit der Zensur beschäftigt. Das Organisationskomitee von Aichi Triennale und Leiter des Aichi Gouverneur Hideaki Omura sind von den Schreiben etwas überfordert. Aktuell diskutieren sie noch, wie sie darauf reagieren sollen. Omura selbst war für ein Bleiben der Figur, da sie unter die Meinungsfreiheit von Japan fällt und kritisiert die Entscheidung scharf. Dass sie seit dem 6. August allerdings nicht mehr zu sehen ist, konnte er nicht umkehren. Zu groß war die Angst vor möglichen Anschlägen oder anderen Konsequenzen.

Sollte sich die Ausstellung dazu entscheiden, der Forderung nicht nachzukommen, verschwinden 12 weitere Werke aus der Ausstellung. Das würde dazu führen, dass es in der Galerie ziemlich leer wird, da einige Installationen ziemlich groß sind. Vor allem bei CIR könnte es ziemlich ärgerlich sein, die Tsuda persönlich unterstützte. Doch der Brief ist nicht der Einzige, den die Organisatoren von Künstlern erhielten.

Chefkuratorin bittet Künstler zu bleiben

Eine weitere Gruppe aus neun Künstlern und ihren Kuratoren schrieben ebenfalls zum 12. August einen offenen Brief und kritisierten die Entscheidung. Sie verwiesen gleichermaßen auf die Meinungsfreiheit, die ein unveräußerliches Recht ist. Mit einem Rückzug aus den Ausstellungen drohten sie allerdings noch nicht.

Obwohl viele, vor allem international, die Reaktion befürworten, gibt es bereits die Bitte, doch nicht vom Festival zurückzutreten. Chefkuratorin des Festivals, Shihoko Iida, schrieb auf ihrer Facebook-Seite, dass die Künstler ihr Publikum nicht zurücklassen und eine angemessene Reaktion wählen sollen. Sie selbst ist an einigen Werken des Festivals beteiligt.

Das Kunstfestival findet nur alle drei Jahre statt und bietet der Präfektur eine gute Gelegenheit international Aufmerksamkeit zu erregen. Dieses Jahr lautete das Motto Taming Y/ Our Passion und wird von Daisuke Tsuda, einem Journalisten und Aktivisten geleitet. 90 Künstler und Gruppen aus der ganzen Welt zeigen aktuell in verschiedenen Ausstellungen und Events ihre Werke.

Quelle: MS

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