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Entscheidung für die restlichen Präfekturen soll nächste Woche fallen

Ausnahmezustand in Osaka, Kyoto und Hyogo aufgehoben

Japans Premierminister hob den Ausnahmezustand in den Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo am Donnerstag auf, da sich die Verbreitung des neuartigen Coronavirus in diesen Präfekturen so verlangsamt hat, dass eine Lockerung der Maßnahmen gerechtfertigt ist.

Für Tokyo und Hokkaido bleibt der Ausnahmezustand allerdings bestehen. Abe verwies aber darauf, dass die Maßnahme bereits am Montag aufgehoben werden kann, wenn eine Überprüfung durch Gesundheitsexperten positiv ist.

Ausnahmezustand in insgesamt 42 Präfekturen aufgehoben

Der Ausnahmezustand wurde mittlerweile in 42 Präfekturen des Landes aufgehoben, allerdings machen die fünf Präfekturen Tokyo, Chiba, Kanagawa, Saitama und Hokkaido zusammen etwa ein Drittel der japanischen Wirtschaftskraft aus. Tokyo stellte vergangene Woche einen Plan vor, wie die Metropole ihre Wirtschaft wieder hochfahren will, wenn der Ausnahmezustand aufgehoben wird.

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Abe sagte auf einem Treffen der Taskforce der japanischen Regierung, dass in den Gebieten, in denen der Ausnahmezustand aufgehoben wurde, die sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten wieder schrittweise zunehmen können.

Er warnte allerdings auch davor, dass die Menschen weiterhin vorsichtig sein müssen. „Die Herausforderung, eine neue Normalität zu schaffen, beginnt im ganzen Land“, so Abe.

Die Zahl der neu gemeldeten Infektionen, über einen Zeitraum von einer Woche, die Verfügbarkeit der medizinischen Versorgung und die Menge an Tests, die durchgeführten werden können, sind die Kriterien, die für eine Lockerung der Maßnahmen bewertet werden.

Zwar erfüllen mittlerweile auch die Präfekturen Tokyo und Hokkaido diese Kriterien, allerdings ist die Lage dort noch zu risikoreich.

Japans Premierminister ist nun in der Situation, dass er eine Gratwanderung zwischen dem Vermeiden neuer Infektionen und der Wiederaufnahme von sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten machen muss.

Auch wenn der Ausnahmezustand aufgehoben wurde, wird es noch dauern, bis das normale Leben wieder zurückkehrt.

Die Regierung warnt weiterhin davor, dass die Menschen enge und überfüllte Orte meiden und keinen engen Kontakt zu anderen Menschen haben sollen.

Weiterer Ausnahmezustand möglich

Wenn das Risiko eines explosiven Anstiegs an Infektionen wieder zunimmt, wird die japanische Regierung die Situation neu bewerten und erneut den Ausnahmezustand für die betroffene Region ausrufen.

Der Ausnahmezustand soll den Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindern, allerdings wurde den Gouverneuren der Präfekturen nur die Macht gegeben, die Menschen zu bitten zu Hause zu bleiben und Unternehmen aufzufordern, zu schließen. Rechtliche Maßnahmen, für Menschen oder Unternehmen, die sich nicht daran halten, gibt es nicht.

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