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Wenn Internetcafés schließen, verlieren viele ihr temporäres Zuhause

Ausnahmezustand macht zahlreiche Menschen in Japan vermutlich obdachlos

In Japan herrscht in Tokyo und sechs weiteren Präfekturen der Notstand. Die Erklärung der Regierung soll eine weitere Ausbreitung des Covid-19 verhindern. Geschäfte, die nicht als lebenswichtig gelten, müssen deswegen geschlossen werden. Für einige bedeutet das jedoch, dass sie obdachlos werden.

Betroffen von der Verordnung sind nämlich ebenfalls 24-Stunden-Internetcafés oder ähnliche Einrichtungen. Sie werden teilweise von Menschen genutzt, die sich eine Wohnung in der Großstadt nicht leisten können oder die versuchen, ihrem gewaltsamen Umfeld zu entkommen. Alleine in Tokyo soll es um die 4.000 Menschen geben, die in den Cafés leben. Unter ihnen befinden sich viele Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Regierung soll schnell den Menschen helfen

Der Betreiber einer Filiale einer nationalen Kette erklärte, dass er gerne das Café offen lassen will. Unter den aktuellen Umständen sei das jedoch sehr schwer. Die Kette hat deswegen beschlossen alle vorerst zu schließen.

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Die Wohlfahrtexpertin Inaba Tsuyoshi sieht in den Schließungen gleich ein doppeltes Problem. Wenn die Cafés geschlossen werden, werden die Menschen vermutlich auf andere umschwenken oder Restaurants, die 24 Stunden offen haben. Das führt dazu, dass die Orte sehr voll werden können, was wiederum ein hohes Ansteckungsrisiko darstellt.

Aus diesem Grund drängt Inaba wie andere Experten die Regierung zu Maßnahmen für die Menschen. Die obdachlose Bevölkerung muss ebenfalls geschützt werden, weswegen Notunterkünfte während der Pandemie dringend notwendig sind.

NHK

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