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Verbraucher nehmen Angebot gerne an

Aussortiertes Obst und Gemüse findet in Japan immer öfters seinen Weg zum Verbraucher

In Japans Einzelhandel findet man das perfekte Obst und Gemüse, alles sieht schön aus und hat keinen Makel. Diese Perfektheit führt allerdings dazu, dass viel Gemüse und Früchte entsorgt werden, wenn sie nicht der Norm entsprechen.

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Obwohl sie oft nur kleine Schäden haben oder etwas verformt sind, was sie nicht weniger schmackhaft machen, ignoriert der Einzelhandel diese oft großen Mengen.

Lieferdienste bieten aussortiertes Obst und Gemüse an

Aber dieses aussortierte Obst und Gemüse findet, dank Lebensmittel-Lieferdienste, seinen Weg zum japanischen Verbraucher und die Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit, da diese Produkte günstiger sind, als das perfekte Pendant in den Supermarktregalen.

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Einer der Vorreiter ist Oisix Ra Daichi, ein großer Lebensmittellieferant, der im August einen neuen Service gestartet hat, über den verformtes Gemüse angeboten wird.

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„Die lange, sengende Sommerhitze in diesem Jahr hat viele landwirtschaftliche Erzeugnisse in Mitleidenschaft gezogen“, so ein Pressesprecher des Unternehmens. „Durch den Kauf dieser Produkte kann die Lebensmittelverschwendung reduziert werden.“

Auch Cookpad, ein Anbieter von Rezepten, bietet mittlerweile Produkte direkt von den Landwirten zu günstigeren Preisen als im Einzelhandel an.

Zwar ist der Dienst im Moment noch auf Tokyo beschränkt, aber auch hier sind die Preise unschlagbar. So werden zum Beispiel Pfirsiche aus der Präfektur Yamanashi für weniger als ein Drittel des normalen Verkaufspreises angeboten.

Auch tierische Produkte werden immer öfter verkauft

Das Obst und Gemüse ist so bleibt, dass zum Beispiel 2.000 Maiskolben, die im Juni durch Hagel beschädigt wurden, in nur vier Tagen ausverkauft waren.

Mittlerweile bietet Cookpad auch mehr als nur Obst und Gemüse an, auch Lachs und andere tierische Produkte erweitern das Angebot.

Seit April 2021 verkauft Tabechoku unvollkommene Produkte, angefangen mit Fisch, der aufgrund geringer Fangmengen zurückgeworfen wurde.

„Wir haben gute Pauschalangebote. Unser Service unterstützt die Erzeuger, und wir haben das Gefühl, dass die Verbraucher immer verständnisvoller werden“, so ein Sprecher des Unternehmens.

Verbraucher greifen zu

Da unvollkommene Produkte immer beliebter werden, zeigt auch eine Umfrage der Verbraucherschutzbehörde. Zwar gaben 48 Prozent der 5.000 befragten Verbraucher an, dass sie gar nichts von diesen Produkten wüssten.

73,1 Prozent gaben allerdings an, dass sie solche Produkte allerdings auch kaufen würden, wenn sie verformt wären oder nicht so gut aussehen, solange der Geschmack der gleiche ist.

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