Stats

Anzeige
Home News Ausstellung in LA erinnert an japanisch-amerikanische Atombombenopfer

Zahlreiche Fotos und Artefakte erinnern an die Opfer

Ausstellung in LA erinnert an japanisch-amerikanische Atombombenopfer

Als vor 74 Jahren die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki fielen, starben dabei nicht nur Japaner. Unter den Opfern befanden sich ebenfalls Menschen mit anderen Nationalitäten, darunter japanische Amerikaner. In einer Sonderausstellung erinnert ein Museum in Los Angeles nun an die japanisch-amerikanischen Atombombenopfer, die oft vergessen werden.

Seit kurzem ist die Ausstellung mit dem Namen „Under a Mushroom Cloud“ in dem Japanese American National Museum zu sehen. Die Ausstellung ist auf japanische Amerikaner spezialisiert, die aufgrund des Kriegsbeginns nicht mehr zurück in die USA konnten und in Japan bleiben mussten.

Überlebende erzählen von dem Erlebten

Als dann einige der Atombombenopfer nach Hause zurückkehren konnten, litten sie nicht nur körperlich, sondern ebenfalls mental. Sie konnten niemandem von dem Schrecken der Bomben und der tödlichen Strahlung berichten, da die Menschen in den USA glaubten, dass die Atombomben etwas Gutes waren.

Mehr zum Thema:
Hiroshima Friedensmuseum nun mit Ausstellung über ausländische Opfer

Die Ausstellung soll an ihr Schicksal erinnern und zeigt zahlreiche Fotografien und Artefakte von den Menschen. 20 Gegenstände davon gehörten Menschen, die bei der Bombe ihr Leben ließen. Darunter befindet sich ein Hemd, das jemandem in Hiroshima gehörte und eine kaputte Flasche aus Nagasaki. Bis zum 7. Juni 2020 sind die Stücke für die Öffentlichkeit zu sehen.

Ebenfalls fand ein Symposium in dem Museum statt, an dem der 90-jährige Junji Sarashina teilnahm. Er erlebte mit 16 Jahren den Atombombenabwurf in Hiroshima und erklärte den Menschen, wie die Bombe die Hölle über die Stadt brachte. Sarashina berichtet dabei, dass er niemandem helfen konnte, da es einfach zu viele Verletzte gab.

Ebenfalls sprach der 81-jährige Howard Kakita über die Bombe. Er war sieben, als sie in Hiroshima fiel. Er macht sich mittlerweile große Sorgen um die Zukunft, da verschiedene Länder weiter Atombomben entwickeln. Was er unter der Pilzwolke erlebte, soll sich jedoch niemals wiederholen und er spricht sich für den Frieden aus.

NHK

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige