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HomeNachrichten aus JapanAusstellung in Mashiki zeigt Samurai-Kritzeleien aus der Edo-Zeit

Wertvolle historische Artefakte ans Licht gebracht

Ausstellung in Mashiki zeigt Samurai-Kritzeleien aus der Edo-Zeit

MS: Bei den Wiederaufbauarbeiten in der Präfektur Kumamoto nach dem Erdbeben 2016 wurden einige interessante historische Artefakte gefunden, die nun bei einer Ausstellung in der Stadt Mashiki gezeigt werden sollen.

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Zu den Fundstücken gehört auch eine etwa 200 Jahre alte Gipswand, auf der einst einige Samurai verewigt wurden.

Ausstellung zeigt Samurai-Kritzeleien…

Bei der Ausstellung werden rund 39 Kulturgüter und andere Gegenstände gezeigt, die in den Ruinen des alten Rathauses entdeckt wurden.

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Die Kritzeleien waren bei Restaurierungsarbeiten am Hauptgebäude des Iida-san Jorakuji-Tempels gefunden worden und stammen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, also noch aus der Edo-Zeit.

Die humorvollen Illustrationen, auf der sich mehrere Samurai erkennen lassen, waren neben einigen Haiku-Gedichten gefunden worden, die dort an den Wänden gehangen hatten, was auf eine begleitende Funktion der Zeichnungen hinzudeuten scheint. Außerdem verweisen die Bilder in Kombination mit den Gedichten auf die Kultiviertheit der Menschen dieser Zeit.

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Versteckte Kritzeleien in Tempeln oder anderen historischen Bauwerken sind dabei keine Seltenheit in Japan. Unter anderem wurden einige Schmierereien in Gifu gefunden, die vermutlich um die vier Jahrhunderte alt sind.

… bis hin zu Bestattungsurnen

Neben den Kritzeleien wurden dort des Weiteren noch einige Bestattungsurnen geborgen, die aus einer noch älteren Zeitperiode zu stammen scheinen. Aktuellen Erkenntnissen zufolge entstanden sie bereits in der Yayoi-Zeit. Eine wahrhaft erstaunliche Entdeckung.

Ein Vertreter der Abteilung für lebenslanges Lernen der Stadtverwaltung von Mashiki kommentierte: „Man hat nur selten die Gelegenheit, fünf Bestattungsurnen gleichzeitig an einem Ort zu sehen. Man kann nicht nur den Pinselstrich der Edo-Leute spüren, sondern auch jeden ihrer Atemzüge.“

Die Ausstellung im Zentrum für Austausch und Information in Mashiki geht noch bis zum 28. November. Der Eintritt ist frei.

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