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Abkehr von der lockeren Zinspolitik erwartet

Auswahl der neuen Vorstandsmitglieder der Bank of Japan ist ein Signal

Die japanische Regierung kündigte am Dienstag an, dass sie Hajime Takata und Naoki Tamura zu den neuen Vorstandsmitgliedern der Bank of Japan ernennen wird.

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Tamura ist ein erfahrener Banker und Takata ist ein Wirtschaftswissenschaftler, der bereits mehrfach vor der aktuellen lockeren Zinspolitik gewarnt hat.

Ende der lockeren Zinspolitik bei der Bank of Japan

Beobachter werten die Wahl der beiden zu neuen Vorstandsmitgliedern der Bank of Japan als eine Abkehr von der lockeren Zinspolitik, die die BJO in den letzten Jahren betrieben hat.

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Der 63-jährige Takata wird Goshi Kataoka ablösen, einen als Reflationist bekannten Wirtschaftswissenschaftler, der sich für eine weitere Lockerung der Geldpolitik zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstums eingesetzt hat.

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Takata ist derzeit Vorsitzender des Global Research Center bei Okasan Securities. Er begann seine Karriere bei der Vorgängerbank der Mizuho Bank und arbeitete auch für das Mizuho Research Institute, heute Mizuho Research & Technologies, als Wirtschaftswissenschaftler.

Takata hat Fragen zu den negativen Auswirkungen der jahrelangen lockeren Geldpolitik aufgeworfen und ein Buch darüber geschrieben, wie die akkommodierende Politik beendet werden kann.

BOJ immer stärker in der Kritik

Unter Kuroda, der 2013 Chef der BOJ wurde, leitete die japanische Zentralbank eine geldpolitische Lockerung ein, die ein wesentliches Merkmal der „Abenomics“ des damaligen Premierministers Shinzō Abe war. Der Vorsitzende hatte die Unterstützung des ehemaligen japanischen Premierministers, der Anfang Juli einem Attentat zum Opfer fiel.

Die BOJ hat im Rahmen ihres Programms zur „Steuerung der Renditekurve“ massive Mengen an japanischen Staatsanleihen aufgekauft, um die langfristigen Zinsen niedrig zu halten und so Unternehmen und Haushalte zu unterstützen. Die Zentralbank ist jedoch in die Kritik geraten, weil sie den Anleihemarkt verzerrt und die Besorgnis über ihre ständig wachsende Bilanz ist gestiegen.

Die BOJ ist von ihrem lockeren Kurs nicht abgewichen, obwohl die Inflation dazu geführt hat, dass der Kernverbraucherpreisindex das Ziel von 2 Prozent überschritten hat. Im Gegensatz zu anderen Zentralbanken, die mittlerweile die Zinsen anheben. Dies hat dazu geführt, dass der Yen massiv an Wert verloren hat.

Der andere Kandidat Tamura, 61, ist ein leitender Berater der Sumitomo Mitsui Banking, einer der größten japanischen Banken, und löst den bisherigen Amtsinhaber Hitoshi Suzuki ab.

Der Entscheidungsausschuss der BOJ besteht aus neun Mitgliedern – dem Gouverneur, zwei stellvertretenden Gouverneuren und sechs weiteren Mitgliedern.

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