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Die Tiere lassen sich auf der Suche nach Nahrung auch von Menschen nicht stören

Bären auf Straße im Norden Japans machen Autofahrern Sorgen

Die nordjapanischen Präfekturen Akita und Iwate sind auch wegen ihrer schönen Landschaft bei Besuchern aus ganz Japan sehr beliebt. In den ländlichen Regionen sind die meisten mit dem Auto unterwegs. Eine besonders reizvolle Straße entwickelt sich für Autofahrer mittlerweile zur Abenteuer-Route, denn dort wurden in der letzten Zeit vermehrt Bären gesichtet.

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Die Stadt Kazuno (Präfektur Akita) gab jetzt eine offizielle Warnung an die Autofahrer heraus. Alle in der Region werden zu vermehrter Vorsicht aufgerufen, denn seit dem 8. August werden immer wieder drei offensichtlich hungrige Bären am Straßenrand gesichtet, die sich auch vom Verkehr nicht stören lassen. Es handelt sich um drei japanische Schwarzbären, die am Straßenrand der Hachimantai Aspite-Strecke nach Nahrung suchen.

Beliebte Straße nur noch mit Vorsicht befahren

Die beliebte Straße führt am Hachimantai Besucherzentrum der Stadt Kazuno vorbei. Auch das Zentrum mahnt die Autofahrer besonders achtsam zu sein. In der aktuellen Zeit finden die Bären nur schwer Nahrung und ihr Verhalten ist deswegen schwer berechenbar. Anwohner und erste Besucher haben die Bären auch schon getroffen. Es handelt sich offenbar um eine Bärenmutter mit zwei Jungtieren. Die Tiere suchen scheinbar in den Seitengräben und entlang der Straße nach Nahrung.

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Bei einer ersten längeren Sichtung waren die Tiere etwa 20 Minuten auf der Straße unterwegs, bevor sie wieder im waldreichen Gelände verschwanden. Später tauchte an einer anderen Stelle ein weiteres Tier am Straßenrand auf, das ebenfalls den Weg passierte. Keiner der Bären schien sich von Menschen stören zu lassen oder Angst vor den Fahrzeugen auf der Straße zu haben. Auch Busse und Motorräder, die relativ laut sind, scheinen die Tiere nicht groß zu interessieren.

Essenssuche unter erschwerten Bedingungen
Junge Bären suchen Nahrung Bild: MS

Bären suchen Nahrung

Gleichzeitig haben die Tiere keine Scheu, sich stehenden Fahrzeugen zu nähern, sodass Menschen auf jeden Fall Abstand halten sollten. Das Team des Besucherzentrums hat die Bären bereits des Öfteren beobachtet und ist sich sicher, dass es eine Mutter und ein Junges sind, das in diesem Jahr geboren wurden. Ein weiterer Bär ist circa zwei bis drei Jahre alt und des Öfteren auch allein unterwegs.

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Bisher haben sich die Tiere von asiatischen Kräutern ernährt, die in der Gegend wachsen. Diese sind mittlerweile aber alle aufgefressen, weswegen die Nahrung langsam knapp wird. Die häufigen Treffen zwischen Menschen und Bären werden auch seitens der Stadt mit Besorgnis beobachtet. Alle Menschen sollen dringend einen angemessenen Abstand zu den Tieren halten. Fahrer sollten hupen, wenn sie die Bären am Straßenrand wahrnehmen.

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