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Bahnbetreiber in Japan drehen die Bänke auf ihren Bahnhöfen, damit betrunkene Menschen nicht mehr auf die Schienen fallen

Einfache Maßnahme mit großer Wirkung

Japanischer Bahnbetreiber rüsten zurzeit ihre Bahnhöfe um, um zu verhindern, dass Menschen, die betrunken sind, auf die Gleise fallen und vom Zug überrollt werden.

Die Maßnahme dafür ist simpel, sie bauen andere Bänke auf, denn eine Studie hat gezeigt, dass viele betrunkene Menschen auf die Gleise fielen, nachdem sie von einer Bank aufgestanden sind.

Studie beweist, dass das Drehen von Bänken effektiv ist

Das Sicherheitsforschungsinstitut der West Japan Railway Co. (JR West) hatte dafür das Bildmaterial von Überwachungskameras untersucht, die zeigten, was vor einem Unglück am Bahnsteig passiert ist.

Es stellte sich heraus, dass von den 136 untersuchten Fällen, 60 Prozent auf die Gleise fielen, nachdem sie plötzlich von Bänken aufgestanden und direkt zum Bahnsteig gegangen waren. Damit wurde die Vermutung widerlegt, dass die meisten Unfälle von Menschen verursacht werden, die zu nahe am Rand des Bahnsteigs stehen.

„Die Ergebnisse haben unseren ursprünglichen Erwartungen widersprochen, aber uns wurde klar, dass Drehbänke zu einer verringerten Anzahl von Sturzunfällen führen können“, sagte Kensuke Kawakami von JR West.

Laut dem japanischen Verkehrsministerium sind 2017 2.863 Personen von Bahnsteigen auf die Gleise gefallen, 70 Prozent davon waren betrunken.

Kleiner Trick bei den aufgestellten Bänken hilft

Normalerweise werden Bänke an Bahnstationen parallel zu den Gleisen montiert, mittlerweile wurde damit begonnen, die Bänke quer zu den Gleisen zu montieren.

JR West begann bereits 2015 mit dem Umbau und beendete diesen an 372 Stationen Ende März dieses Jahres. 60 Prozent der Sitzbänke der Stationen in den Regionen Keihanshin sind nun etwas sicherer für betrunkene Japaner.

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Da sich diese kleine Maßnahme als sehr wirksam erwiesen hat, haben auch andere Bahnbetreiber angefangen, ihre Bahnhöfe umzubauen.

An der Kanayama-Station entlang der Meijo-Linie der Nagoya-U-Bahn wurden Sitzbänke bereits umgebaut, während die Seibu Railway Co., die Keio Corp., die Odakyu Electric Railway Co. und die Tobu Railway Co. Sitze auf Bahnsteigen in der Metropolregion Tokyo neu positioniert haben.

Tobu Railway hat Bänke an acht Endstationen geändert, darunter die Shinrinkoen-Station in Namegawa, Präfektur Saitama, in der Nähe von Tokyo, und die Minami-Kurihashi-Station in Kuki in derselben Präfektur.

„Wir legen großen Wert darauf, die Bänke an den letzten Haltestellen zu wechseln.“, so ein Mitarbeiter der Tobu Railway.

Im Februar begann die Keisei Electric Railway Co., Sitze auf Plattformen quer zu ihren Gleisen zu positionieren.

Bänke umzubauen ist günstiger als Bahnsteigtüren

Der Umbau der Bänke ist günstig, anders als sogenannte Bahnsteigtüren, die zwar als effektiv gelten, allerdings auch sehr teuer sind.

„Das Bauen von Bahnsteigtüren kostet mehr als 1 Milliarde Yen pro Station, aber das einfache Drehen von Sitzen erfordert nur Hunderttausende Yen“, sagte ein Mitarbeiter eines privaten Eisenbahnunternehmens in der Region Kanto. „Es ist einfach, Bänke als Gegenmaßnahme neu zu positionieren.“

Trotzdem wollen einige Bahnbetreiber lieber auf diese Bahnsteigtüren setzten, da so auch effektiv verhindert wird, das Menschen auf Bahnsteige geschubst werden.

Quelle: MA

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