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HomeNachrichten aus JapanBahnbetreiber in Japan setzten auf Apps, um Rollstuhlfahrern die Fahrt zu erleichtern

Besserer Informationsaustausch des Personals

Bahnbetreiber in Japan setzten auf Apps, um Rollstuhlfahrern die Fahrt zu erleichtern

Immer mehr Bahnbetreiber in Japan setzten auf Smartphone-Apps, um ihren Service für Menschen im Rollstuhl zugänglicher und bequemer zu machen.

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Ein neues System hilft das Bahnhofspersonal intern Informationen darüber auszutauschen, wo die Fahrgäste in den Zug einsteigen und wann sie am Ziel ankommen, so das sie ihnen ohne Wartezeit beim Ein- und aussteigen helfen können.

Bahnbetreiber wollen Probleme bei der weitergab der Informationen vermeiden

Auf diese Weise wollen die Bahnbetreiber Probleme vermieden, die passieren, wenn diese Informationen auf Notizzettel notiert und per Telefon weitergegeben werden.

Tokyo Metro führte die App im vergangenen Frühjahr an 170 Bahnhöfen ein. Die Mitarbeiter an den Bahnhöfen geben Details über die Fahrt des Fahrgastes in die App ein, darunter auch, in welchem Wagen er sich befindet. Mitarbeiter müssen mit ihren mobilen Geräten QR-Codes an den Sicherheitstüren der Bahnsteige scannen, um das Ziel der Fahrgäste zu bestätigen und Fehler zu vermeiden.

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Die Ankunftszeit wird an die Smartphones der Mitarbeiter gesendet, die am Zielort auf die Rollstuhlfahrer warten. Ein Alarm ertönt auf den Telefonen, wenn der Zug des Fahrgastes nur noch wenige Stationen entfernt ist.

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Bevor die App zum Einsatz gekommen ist, mussten die Fahrgäste einen Bahnhofsmitarbeiter informieren, der sich alle Informationen auf ein Notizzettel schrieb.

Dank der App soll es keine Probleme mehr beim Austausch der Informationen geben.
Dank der App soll es keine Probleme mehr beim Austausch der Informationen geben.

Da Mitarbeiter an stark frequentierten Bahnhof allerdings viele Fahrten organisieren müssen, kam es immer wieder zu Fehlern, da die Informationen gar nicht oder falsch weitergegeben wurden.

JR East will System in der ganzen Metropolregion Tokyo einsetzen

East Japan Railway (JR East) hat ein ähnliches System an allen 30 Stationen der Yamanote-Linie eingeführt und baut es gerade auf den Linien Nabu und Keiyo aus. Außerdem sollen es bald auf allen Strecken in der Metropolregion Tokyo genutzt werden.

Im Juli begann Tokyu Railways Co. mit dem Einsatz einer App, die Bahnsteigspezifikationen mitteilt. Wenn ein Bahnhof ausgewählt wird, werden Informationen über Stufen und Lücken zwischen dem Zug und der Bahnsteigkante angezeigt.

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Nach den Normen der japanischen Regierung sollten gerade Bahnsteige entlang von Betonschienen nur noch Lücken von bis zu 7 Zentimetern und Stufen von bis zu 3 cm aufweisen. Die Bahnbetreiber arbeiten aktuell daran, die neuen Standards erfüllen zu können. Die Shinkansen-Bahnsteige im Bahnhof Tokyo wurden beispielsweise bereits umgebaut.

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