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HomeNachrichten aus JapanBarbecue auf US-Militärbasis in Okinawa löst Löschmittelunfall aus

Anwesende wussten nicht wie sie den Schaum wieder stoppen können

Barbecue auf US-Militärbasis in Okinawa löst Löschmittelunfall aus

In den letzten Monaten hat das US-Militär in Okinawa mal wieder für negative Meldungen gesorgt. Unter anderem kam es im April zu einem erneuten Löschmittelunfall, bei dem giftige Stoffe in die Umwelt gelangten. Nun steht der Verursacher dafür fest, ein Barbecue.

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Am Freitag informierte das US-Militär die lokalen Beamten der Stadt Ginonwan über die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu dem Vorfall auf der US-Marine Corps Futenma Air Station. Aus damals noch ungeklärten Gründen wurde eine große Menge Löschschaum freigesetzt, wovon 140.000 Liter vom Gelände liefen und bis in das Wohngebiet der Anwohner gelangten. Aufgrund der Schwere des Vorfalls wurde vom US-Militär ein besonderes Team zur Untersuchung eingesetzt.

Keiner konnte Feuerlöscher richtig bedienen

Bisher war nicht klar, wie eine so große Menge ungehindert austreten konnte. Laut dem Bericht ist jedoch ein Barbecue in einem der Hangar schuld. Dabei wurden Feuerlöschgeräte eingesetzt, bei denen die genaue Bedienung nicht bekannt war. Der Schaum trat nämlich aus reinem menschlichen Versagen aus.

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Bei der Nutzung der Geräte wusste niemand, wie sie sich wieder abschalten lassen. Eigentlich lässt sich der Schaum sofort stoppen, wenn ein Schalter betätigt wird. Das war jedoch keinem der Anwesenden bekannt, weswegen sie ihn unkontrolliert weiter laufen ließen. Wieso die Geräte überhaupt zum Einsatz kamen, ist nicht bekannt.

Enthaltene Chemikalie gilt als gefährlich

Der Schaum gilt als äußerst gefährlich für die Umwelt, da er den Stoff PFOS enthält. Die Chemikalie gilt als krebserregend und ähnlich gefährlich wie PFOA, das in Japan bereits seit 2018 verboten ist. PFOS ist zwar noch nicht verboten, es wird jedoch über eine ähnliche Regel bereits nachgedacht und nach dem Stockholmer Abkommen gilt der Stoff bereits als eingeschränkte Chemikalie.

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Das US-Militär darf den Schaum mit beiden Stoffen aufgrund ihrer Sonderstellung jedoch noch verwenden, was nicht zum ersten Mal für Ärger in Okinawa und anderen Regionen sorgt. Viele fordern deswegen, dass das US-Militär sofort zu ungefährliche Alternativen wechselt, um derartige Unfälle in der Zukunft zu verhindern.

NHK

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