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Barrierefreier Tourismus wird immer wichtiger in Japan

Japan wird als Reiseziel immer beliebter, das zeigen die Zahlen der japanischen Tourismusbehörde deutlich. Durch die immer älter werdende Gesellschaft wird allerdings ein barrierefreier Tourismus mittlerweile immer wichtiger für das Land.

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Die Firma SPI Inc. hat sich auf Reisen für behinderte Menschen spezialisiert. Das Unternehmen bietet Reisen an, bei denen Reisehelfer oder Pflegekräfte dabei sind, die sich um die Menschen kümmern.

Kozue Miyazawa ist so ein Reisehelfer des Unternehmens und unterstützte einen Reisenden, der an Demenz leidet, während seiner Tour nach Tokyo. Der Reisehelfer kümmerte sich nicht nur um den Transport, sondern auch um die Unterhaltung während der Reise.

SPI verfügt über Koordinatoren, die im Vorfeld durch Umfragen die Vorbereitung für die Touren treffen und die Reisehelfer für unerwartete Vorkommnisse während der Reise schulen.

Die Zahl der Reisen nimmt seit 1995 kontinuierlich zu, vergangenes Jahr waren es rund 450.

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2030 werden voraussichtlich 37,16 Millionen Menschen in Japan 65 oder älter sein. Laut dem National Institute of Population and Social Research werden diese Menschen 33,3 Prozent der Bevölkerung Japans ausmachen.

Daher dürfte die Nachfrage nach betreuten Reisen in Japan deutlich steigen.

2017 kündigte Japan einen Aktionsplan an, um barrierefreie Bahnhöfe und andere Einrichtungen zu fördern. Im vergangenen Jahr veröffentlichte Japans Tourismusbehörde ein Handbuch für Beschäftige in der Tourismusindustrie, das dabei helfen soll, Diskriminierung und Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen zu vermeiden und einen freundlicheren Umgang zu fördern.

Hiroyuki Murata, ein Professor am Institut für Entwicklung, Altern und Krebs der Tohoku-Universität, betonte gegenüber den Medien die Wichtigkeit der barrierefreien Mentalität in Japan.

Um die Barrierefreiheit zu fördern, setzten sich auch Firmen sehr stark ein. Ein Beispiel ist die Ana Sales Co., die sich sehr stark für den Universaltourismus einsetzt.

Quelle: Japan Times

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