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Auch ohne Zustimmung des Betreibers

Bars und Clubs in Japan sollen bei Corona-Infizierungen öffentlich genannt werden

Bei einem Treffen mit den Bürgermeistern von sechs Großstädten sagte Yasutoshi Nishimura, Minister für die wirtschaftliche Wiederbelebung Japans, dass Bars und Clubs, aufgrund unzureichender Maßnahmen gegen Infektionen, öffentlich bloßgestellt werden sollen.

Mit dieser Maßnahme soll Druck auf die Unternehmen ausgeübt werden, sich an die Regeln zu halten, die eine Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Viele der gemeldeten neuen Infektionen sind auf Besuche in Hostessenbars und Clubs zurückzuführen.

Namen von Bars werden aktuell nur mit Zustimmung des Betreibers veröffentlicht

Nishimura sagte während des Gesprächs, dass Ess- und Trinkbetriebe die Richtlinien der Nachtlebenindustrie einhalten müssen. Sollte bestätigt werden, dass Kunden oder Mitarbeiter eines Unternehmens, das die Richtlinien nicht befolgt hat, sich infiziert haben, soll das Unternehmen öffentlich genannt werden, damit Kunden über die Infektionen informiert werden.

Derzeit wird der Name einer Bar oder eines Clubs nur dann veröffentlicht, wenn der Betreiber zugestimmt hat, was aber in den seltensten Fällen passiert.

Kritik kommt unter anderem von der Nightlife Business Association, die in der vergangenen Woche die japanische Regierung aufforderte, realistischer zu sein, da viele Maßnahmen nicht umgesetzt werden können.

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In Japans Hostessenbars unterhalten Frauen männliche Kunden bei einem Getränk, während in Hostclubs Männer dasselbe für ihre weiblichen Kunden tun.

Mittlerweile mehr als 30.000 Infektionen

Am Samstag wurden in Japan mehr als 30.000 Infektionen gemeldet, inklusive der rund 700 Infektionen des im Februar in Yokohama unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess.

Insbesondere gilt das für Tokyo und einige andere Städte, in denen ein Anstieg der Infektionen zu verzeichnen war, die auf das Nachtleben in den Städten zurückgeführt werden. Mittlerweile sollen verstärkte Kontrollen zu einer Verbesserung der Situation führen.

Am Dienstag meldete Tokyo, das am stärksten betroffene Gebiet Japans, 266 neue Infektionen. Die Präfekturverwaltung von Aichi bestätigte am Dienstag 110 Neuinfektionen, ein Tagesrekord für die Präfektur, so Gouverneur Hideaki Omura.

Omura beschrieb die Situation in einer Pressekonferenz als sehr ernst und bat die Bewohner von Aichi, von Freizeitaktivitäten abzusehen.

Kyodo

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