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Minister reduzieren freiwillig ihren Bonus

Beamten in Japan wird erneut der Winterbonus gesenkt

Oft freuen sich Angestellte auf die Weihnachtszeit, weil dann das Weihnachtsgeld winkt oder wie es in Japan heißt, der Winterbonus. Für Beamte der japanischen Regierung fällt der allerdings erneut niedriger aus als im Vorjahr.

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Am Donnerstag wurde bestätigt, dass der Winterbonus für die Beamten zum dritten Mal in Folge gesenkt wird. Damit bekommt dieses Jahr ein allgemeiner Verwaltungsangestellte nur noch um die 5.170 Euro. Im Vergleich zu der durchschnittlichen Summe im Vorjahr ist das ein Rückgang von umgerechnet 268 Euro.

Oberster Richter erhält höchsten Bonus

Überraschend ist die Kürzung dabei nicht. Schon letzten Monat wurde ein Gesetz verabschiedet, das den Bonus erneut reduziert. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass die Kluft zwischen Beamten und Personen im privaten Sektor reduziert werden soll.

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Auf der anderen Seite bekommen allerdings Führungskräfte weiterhin einen deutlich höheren Bonus. Der Oberste Richter des Obersten Gerichtshofs, Naoto Otani, erhielt 44.312 Euro und damit den höchsten Bonus. Japans Premierminister Yoshihide Suga sollte eigentlich die gleiche Summe erhalten.

Minister kürzen freiwillig ihren Winterbonus

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Sugas Minister selbst bekommen einen Bonus von etwa 32.364 Euro. Zusammen mit dem Premierminister haben sie jedoch beschlossen freiwillig ihren Bonus zu reduzieren, womit Suga 30 Prozent weniger und die Minister 20 Prozent weniger erhalten. Sie wollen damit die Bemühungen um Verwaltungs- und Steuerreformen offen unterstützen.

Die Sprecher des Unter- und Oberhauses erhielten hingegen je 41.074 Euro und die Vizeminister bekommen einen Winterbonus von ungefähr 25.166 Euro. Zu ihnen gibt es keine Meldungen, dass sie freiwillig den Betrag reduzieren.

Aber nicht nur in den Behörden wird ordentlich gespart. Vor allem im medizinischen Bereich erhalten viele Mitarbeiter diesen Winter deutlich weniger Weihnachtsgeld. Grund dafür ist die Pandemie, die Krankenhäusern finanziell stark zusetzt und deswegen sie zu Sparmaßnahmen zwingt.

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