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Behandlung verweigert: Mehr als 200 Psychiatriepatienten in Japan sind am Coronavirus gestorben

Mehr als 200 Psychiatriepatienten sind in Japan an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, da ihnen die Behandlung in anderen Gesundheitseinrichtungen verweigert wurde.

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Die Anträge für die Verlegung dieser Menschen wurden abgelehnt mit dem Grund, dass man in anderen Einrichtungen nicht mit den Problemen umgehen kann.

Psychiatriepatienten hätten in Krankenhäusern behandelt werden müssen

Laut der Japan Psychiatric Hospitals Association starben daher insgesamt zwischen März 2020 und August diesen Jahres 235 Psychiatriepatienten, die eigentlich in einem Krankenhaus hätten behandelt werden müssen.

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Der Verband führte vom 23. bis 31. August eine Umfrage unter ihren 1.185 Mitgliedskrankenhäusern durch, auf die 711 Krankenhäuser geantwortet haben.

Die Umfrage ergab, dass sich 3.602 Patienten während eines Krankenhausaufenthalts mit dem Coronavirus infizierten, während 1.489 Krankenhausmitarbeiter zwischen März 2020 und August 2021 infiziert wurden.

Gesundheitsministerium muss reagieren

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Psychiatrische Krankenhäuser haben Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Corona-Maßnahmen, weil Patienten sich manchmal weigern, Masken zu tragen oder fälschlicherweise antiseptische Lösungen trinken, die leicht verfügbar sind, so der Verband.

Der Verband forderte das Gesundheitsministerium auf, ein System aufzubauen, das die notwendige medizinische Versorgung von Psychiatriepatienten, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben, gewährleisten kann.

Bereits bei der Impfkampagne wurden geistig behinderte Menschen in Japan ignoriert, die Priorisierung wurde erst nach Protesten geändert.

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