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Behauptung der japanischen Regierung, Atomenergie ist die günstige Energie für Japan, ist falsch

Kosten für die Sicherheit machen Atomstrom teuer

Die japanische Regierung betont sehr oft, dass Atomenergie die billigste Energie in Japan ist, allerdings stimmt diese Aussage nicht.

Laut einer japanischen Tageszeitung liegen die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen bei 11 Betreibern von Atomkraftwerken im Juli bei 5.074 Billionen Yen (ca. 42 Milliarden Euro). Dazu zählen auch die Betreiber, bei denen die Atomkraftwerke noch im Bau sind.

Diese Summe entspricht einem Anstieg von rund 660 Milliarden Yen gegenüber 2018.

Sicherheitsvorschriften lassen Kosten von Atomenergie steigen

Neue Sicherheitsvorschriften, die nach der Katastrophe 2011 in Fukushima eingeführt wurden, zwangen die Energieunternehmen ihre Anlagen mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen auszustatten, um schwere Unfälle zu verhindern, die durch Erdbeben, Tsunami, Feuer und Terroranschläge verursacht werden könnten.

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Japan plant Atomkraftwerke stillzulegen, wenn Terror-Gegenmaßnahmen nicht schnell genug umgesetzt werden

Die Fukushima-Katastrophe wurde durch das Erdbeben in der Region Tohoku ausgelöst, dem ein gewaltiger Tsunami folgte. Der Tsunami zerstörte die Kühlsysteme im Kernkraftwerk Fukushima No. 1 der Tokyo Electric Power Co., was eine dreifache Kernschmelze auslöste.

Die geschätzten Kosten von TEPCO für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen haben sich in der jüngsten Studie auf 969 Milliarden Yen verdoppelt, was auf Maßnahmen bei den Reaktoren Nr. 6 und Nr. 7 der Werke Kashiwazaki-Kariwa in der Präfektur Niigata zurückzuführen ist.

Unternehmen haben zusätzliche Kosten falsch kalkuliert

Von den elf befragten Unternehmen haben sechs in ihren Schätzungen für die Schutzmechanismen keine Kosten für Terrorismusbekämpfungsmaßnahmen berücksichtigt, sodass die Gesamtkosten für Sicherheitsmaßnahmen, einschließlich derjenigen gegen den Terrorismus, nur steigen.

Neun Reaktoren in fünf Kernkraftwerken sind nun wieder in Betrieb, nachdem sie die strengeren Standards der NRA erfüllt haben.

Die Sicherheitskosten für jeden dieser Reaktoren lagen zwischen 130 Milliarden Yen und 230 Milliarden Yen.

Argumente der japanischen Regierung nicht mehr zutreffend

Mit den steigenden Sicherheitskosten wird das Argument der Regierung, dass Kernenergie billiger ist als Wasserkraft und Kohle, zunehmend infrage gestellt.

Im Jahr 2015 bezifferte eine Regierungsstudie die Kosten für die Erzeugung von 1 Kilowattstunde Energie für Wasserkraft auf 11 Yen, kohlebefeuerte Wärmekraft auf 12,9 Yen und Kernkraft auf 10,3 Yen oder mehr.

Die Regierungsstudie schätzte die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen pro Kernreaktor auf etwa 100 Milliarden Yen.

Die Stromerzeugungskosten für einen Reaktor werden um 0,6 Yen steigen, was einem Anstieg von 100 Milliarden Yen entspricht, die für Schutzmaßnahmen vorgesehen sind.

Quelle: AS, Ma, TJT, Wikipedia

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