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Ministerium motiviert zur Sozialhilfe

Bekannter japanischer YouTuber schockiert mit Aussagen über Obdachlose und Sozialhilfe

Obdachlose haben in Japan gehören zu den Unsichtbaren der Gesellschaft. Eine Aussage von einem YouTuber sorgte aber trotzdem für Empörung. Nun schaltete sich sogar das Wohlfahrtsministerium ein und widerspricht dem Kommentar.

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Der YouTuber DaiGo arbeitet als Life Coach und ist für seine Veröffentlichungen zu Mentalismus sowie Gedankenlesen bekannt. Mit mehr als 2,45 Millionen Abonnenten hat er sich auf YouTube eine große Fangemeinde geschaffen. In einem Livestream vom 7. August äußerte er sich abwertend über Obdachlose und Menschen die Sozialhilfe beziehen.

YouTuber sieht Leben von Obdachlosen als bedeutungslos an

Der YouTuber sagte unter anderen, dass er keine Steuern zahlt, nur damit die Sozialhilfe von Menschen bezahlt wird. Weiter gab er an, dass wenn es Geld zum durchfüttern von Menschen auf Sozialhilfe gibt, er das Geld lieber zur Rettung von Katzen nehmen würde.

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Er fügt hinzu, dass ein menschliches Leben nicht mehr Wert sei als das einer Katze. Allgemein hätten für ihn „unnötige Leben“ keinen Wert und womit das Leben von Obdachlosen für ihn keine Bedeutung hat. Die Aussagen schockierten viele Zuschauer. Sie warfen dem YouTuber vor, Hass gegen Obdachlose zu schüren, der in der Vergangenheit bereits eskaliert ist.

Auch der Bruder von DaiGo, Fernsehpersönlichkeit Ryogo Matsumaru, meldet sich zu Wort und verurteilte den Kommentar. Für ihn sei er nicht tolerierbar und es sei falsch solche Dinge zu sagen, die das Leben von Menschen so leicht nehmen. Er entschuldigte sich dabei auch für seinen Bruder.

Ministerium motiviert zum Beantragen von Sozialhilfe

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Aufgrund der Empörungswelle reagierte das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales auf die Aussagen. Am Freitag veröffentlichten sie einen Tweet auf ihren offiziellen Account, der sich an Person richtete, die Sozialhilfe beantragen wollen.

Das Ministerium motivierte die Menschen sich bei den Sozialämtern in ihrer Umgebung Hilfe zu suchen. Jeder Bürger hätte das Recht auf die Beantragung der Hilfe und jeder der diese Hilfe benötigt, soll nicht zögern sich zu melden.

Seit der Pandemie ist die Zahl der Anträge auf Sozialhilfe gestiegen, da viele Menschen ihren Job verloren haben oder ihr Einkommen zurückgegangen ist. Das Ministerium hatte dabei auch bereits die Menschen aufgefordert, sich nicht zurückzuhalten und dazu motiviert die Anträge zu stellen.

DaiGo entschuldigte sich selbst erst am Samstag, nachdem er sich bereits am Freitag entschuldigt hatte, die Entschuldigung aber wieder zurückzog. Zuvor hatte er seine Aussagen noch verteidigt, was jedoch für nur noch mehr Kritik gesorgt hatte.

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