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Berghütten-Betreiber in Japan ärgern sich über vergessene Stornierungen

Oft machen sich die Besitzer Sorgen um die nicht kommenden Gäste

Wandern in Japans Bergen ist schon lange für Touristen ein gefragtes Erlebnis. Es ist deswegen mittlerweile nicht besonders schwer, Berghütten in beliebten Gegenden zu buchen. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Gäste zum Ärger der Besitzer einfach abspringen und nicht auftauchen. Besitzer bitten deswegen nun um rechtzeitige Absagen, auch bei Problemen.

Viele Berghütten bitten Kunden rechtzeitig anzurufen, wenn sie stornieren wollen und eine Buchung nicht einhalten können. Trotzdem erscheinen manchmal Menschen nicht zu ihren Reservierungen. Das stellt viele Besitzer von Hütten vor ein großes Problem und beschert ihnen unnötige Arbeit.

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Diesen Juli ereignete sich ein besonders ärgerlicher Fall in der Präfektur Yamanashi. Eine Berghütte bereitete sich auf 40 Kletterer aus Tokyo vor, die dort übernachten wollten. Obwohl 18 Uhr als Uhrzeit vereinbart war, kamen einige Gäste einfach nicht. Auf telefonische Nachfrage stellte sich heraus, dass einige wegen des schlechten Wetters aufgeben hatten, am Berg zu klettern und die Reservierung einfach vergaßen. Insgesamt kamen um die 20 Personen aufgrund des Wetters nicht, doch die meisten sagten nicht ab.

Der Besitzer in den Siebzigern sagte, dass er Verständnis für schlechtes Wetter oder physische Probleme hat. Er ist nicht wütend und möchte lediglich rechtzeitig eine Absage erhalten. Für die Gäste hatten er und seine Mitarbeiter sich auf einen dreitägigen Aufenthalt eingestellt und viele Vorkehrungen getroffen. Unter anderen ließen sie zu Fuß und per Hubschrauber Lebensmittel bringen. Mitarbeiter mussten zudem sechs Stunden lang Gepäck zu der Hütte tragen.

Gebühren um den Schaden zu reduzieren

In anderen Regionen kommt es zu ähnlichen Fällen, die Hüttenbesitzer mittlerweile ärgern. Oft müssen sie Essen wegschmeißen und haben umsonst Vorbereitungen getroffen. Gleichzeitig stellen die nicht vorhanden Ansagen die Menschen vor ein weiteres Problem. Viele gehen nämlich beim nicht Erscheinen davon aus, dass den Gästen auf den Weg etwas passiert ist.

Japans Berge bieten vor allem für unerfahrene Wanderer viele Tücken. Es kann so schnell passieren, dass es zu Unfällen kommt oder sich die Leute überschätzen. Es kann demnach durchaus passieren, dass die Gäste auf dem Weg gestrandet sind und Hilfe brauchen. Aufgrund der aktuellen Situation ist das jedoch mittlerweile schlecht einzuschätzen. Und oft sind es mehrere Kontrollanrufe, die einen Suchtrupp verhindern.

Um gegen die fristlosen Stornierungen vorzugehen, führen nun einige Berghütten Stornogebühren ein. So versuchen sie, zumindest ein wenig den entstandenen Schaden zu kompensieren. Es ist den Besitzern klar, dass die Gebühren in der Branche nicht unbedingt akzeptiert sind. Ihnen bleibt leider nichts anderes übrig. Vor allem kleinere Unterkünfte leiden nämlich massiv darunter und sind auf rechtzeitige Absagen angewiesen.

Quelle: TAS

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