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Bergsteiger sollen am Fuji bald Aufstieg-Gebühren zahlen

Bald sollen Bergsteiger für die Besteigung des höchsten Bergs in Japan zahlen

Eine Wanderung auf den Gipfel des Fuji, oder „Fujisan“ wie der Berg von den Japanern liebevoll genannt wird, gehört für viele Japan-Touristen einfach dazu. Als höchster Berg des Landes inspirierte der heute noch aktive Vulkan im Laufe der Zeit Maler und Filmemacher. Der Fuji gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als Symbol für Japan.

Während der Sommermonate, wenn die Wege von Schnee befreit sind, kommen Tausende von Menschen, um den Gipfel mit seiner Höhe von 3.776,24 Metern zu erklimmen. Angesichts der Tatsache, dass jedes Jahr etwa 300.000 Menschen auf den Berg pilgern, hat die Verwaltung des Fuji Schwierigkeiten, die Kosten für die Renovierung von Toiletten und Berghütten sowie den Betrieb der Hilfsstationen entlang der Wege zu stemmen. Dass die Besucher Berge von Müll hinterlassen, der entsorgt werden muss, macht die Situation nicht leichter.

Kosten steigen mit der Anzahl an Besuchern

Um dem Problem entgegenzuwirken, hat die Verwaltung 2014 ein Spenden-System erdacht, bei dem Bergsteiger eine freiwillige Gebühr in Höhe von 1.000 Yen (circa 8,50 Euro) entrichten können. Im Durchschnitt spenden jedoch nur etwa 50 Prozent der Wanderer im Jahr für den Fuji.

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Der Berg liegt sowohl in der Präfektur Yamanashi als auch in Shizuoka. Im letzten Jahr stieg die Spenden-Bereitschaft und lag auf der Yamanashi-Seite bei 67,2 Prozent, während auf der Shizuoka-Seite 67,4 Prozent der Menschen das Geld zahlten. Dies wird als vielversprechender Hinweis angesehen, dass immer mehr Menschen bereit sind, sich an den Kosten für den Unterhalt des Berges und seiner Einrichtungen zu beteiligen.

Fuji wird gebührenpflichtig

Ein Sonderausschuss der Verwaltung des Fuji, der für die Kletter-Kosten zuständig ist, kam vor wenigen Tagen in Tokyo zusammen, um das Thema zu erörtern. Man kam überein, formell die Einführung einer obligatorischen Aufstieg-Gebühr in Erwägung zu ziehen. Ein Komitee, das die Zuständigen des Berges Fuji berät, sprach sich ebenfalls dafür aus. Dieses besteht aus professionellen Bergsteigern und Experten für Umweltfragen, sowie Vertretern der Präfektur Yamanashi und Shizuoka.

Die Gruppe rechnet damit, bei ihrem nächsten Treffen im März die Genehmigung für eine obligatorische Gebühr zu erhalten. Nach der Genehmigung erklärte der zuständige Ausschuss, dass Einzelheiten bezüglich der Höhe und der Art und Weise der Einziehung bis Ende 2020 geklärt werden sollen. Frühestens im Sommer 2022 soll die Gebühr dann erhoben werden.

FWCHC

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