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Bericht bestätigt Nutzung chemischer Waffen im Zweiten Sino-Japanischen Krieg

Kaiserliche Armee benutze in China Chemiwaffen

Kriege sind immer grausam und fordern viele Opfer. Vor allem der Einsatz von chemischen Waffen wird von Menschenrechtsorganisationen verurteilt und vom Völkerrecht als Kriegsverbrechen bezeichnet. Jetzt wurde zum ersten Mal ein Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass die kaiserlich-japanische Armee in China Chemiewaffen benutzte.

Der nun bestätigte Bericht stammt von einem Nervengasbatallion, das während des Zweiten Sino-Japanischen Krieges 1939 in Nordchina stationiert war. Die Einheit kämpfte an vorderster Front und berichtete vom Einsatz eines Blasen- und eines Sternutationsmittels. Das Blasenmittel entzündete die Haut und die Schleimhäute und das Sternutationsmittel verursachte extreme Schmerzen in den Atemwegen.

Erster Bericht, in dem japanische Armee Einsatz von chemischen Waffen zugibt

Der Historiker Seiya Matsuno, der über die Bestätigung des Berichts informierte, sagte, es sei der erste Bericht, in dem die japanische Regierung selbst den Einsatz von Giftgasen beschreibt und zugibt. Ein Nachweis war bisher immer schwierig, da die Armee nach ihrer Niederlage alle Aufzeichnungen des Krieges vernichtet hat. Ein Bericht wie dieser könne also nur von einem Mitglied der Armee persönlich aufbewahrt worden sein.

Für Historiker wie Matsuno ist ein solcher Bericht ein wichtiges Dokument. Sie wollen mehr Informationen zum Zweiten Sino-Japanischen Krieg sammeln, um die Hintergründe zu verstehen. „Das Aufdecken, was während des sino-japanischen Krieges auf dem Schlachtfeld geschah, ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir müssen die Wahrheit untersuchen, um daraus zu lernen und zu verhindern, dass sich diese tragische Geschichte wiederholt“, sagte Matsuno.

Chemische Waffen wurden gegen Stellungen eingesetzt

Der Bericht ist insgesamt etwa hundert Seiten lang und schildert die Geschehnisse des Krieges. Zudem enthält er Kopien von Anordnungen und beschreibt Kampfstrategien. Bezüglich der Verwendung von Giftstoffen ist in dem Bericht die Rede von „gelben“ Granaten mit dem Blasenwirkstoff und „roten“ Granaten mit dem Sternutationsmittel. Die Befehle für den Einsatz der Giftstoffe kamen von ihren Vorgesetzten.

Zum Einsatz kamen beide Giftstoffe. Bei einer Schlacht am 6. Juli feuerte die japanische Armee 31 „rote“ Granaten auf eine Position der chinesischen Armee. Am 17. Juli feuerten sie 60 „rote“ und 28 „gelbe“ Granaten ab, am nächsten Tag 140 „rote“ und 20 „gelbe“.

Verstöße gegen das Völkerrecht

Im Dokument berichtet die Armee, dass der Einsatz der „roten“ Granaten notwendig gewesen sei, um den Feind aus der sicheren Basis zu vertreiben. Auch die „gelben“ Granaten wurden als äußerst wirksam bezeichnet. Schon zu diesem Zeitpunkt war der Einsatz von Chemiewaffen nach dem Haager Übereinkommen von 1907 verboten. Matsuno sagt, dass diese Tatsache den Soldaten bekannt gewesen sei. „Die Armee war sich bewusst, dass sie gegen das Völkerrecht verstößt. Sie hat wahrscheinlich den Standort tief in den Bergen der Provinz gewählt, um zum ersten Mal Blistermittel zu verwenden, weil sie dachte, dass es schwieriger sein würde, es freizulegen.“

Quelle: kyodo

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