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Beschwerden über Kinder, die während der geschlossenen Schulen draußen spielen, nehmen in Japan zu

Ministerium rudert zurück

Zurzeit sind viele Schulen in ganz Japan geschlossen und die Regierung sagte im Vorfeld, dass Kinder zu Hause belieben sollten.  Damit sollte die Ausbreitung des Coronavirus im Land eingedämmt werden. Allerdings ist das nicht so einfach, wie sich die japanische Regierung das gedacht hat.

Mittlerweile häufen sich die Beschwerden darüber, dass Kinder draußen spielen und so den neuen Coronavirus verbreiten.

Schulen bitten Eltern, ihre Kinder nicht aus dem Haus zu lassen

Schulen in Tokyo, Osaka und anderen Teilen Japans haben mittlerweile auf diese Beschwerden reagiert und E-Mails an Eltern geschickt, in denen aufgefordert wird, dass die Kinder zu Hause bleiben sollen.

„Wir haben Berichte von Anwohnern von 15 oder mehr Kindern erhalten, die im Park spielen. Bitte weisen Sie Ihre Kinder an, drinnen zu Hause zu bleiben und unnötige Ausflüge zu vermeiden“, heißt es in der Nachricht.

Mehr zum Thema:  Geschlossene Schulen in Japan bringen Mütter in Schwierigkeiten

Viele Eltern haben auf Twitter mittlerweile ihr Unverständnis für diese Aufforderung zum Ausdruck gebracht. Tweets wie: „Aber Erwachsene können ausgehen und Spaß haben, wie sie wollen“ und „Ist es wirklich so schlecht, Kinder für ein bisschen frische Luft aus dem Haus zu lassen“ häufen sich.

Beschwerden nicht nur aus Angst, sondern wegen des Lärms

In den Beschwerden geht es aber nicht nur darum, dass die Menschen Angst haben, dass die Kinder den Virus weiter verbreiten könnten, viele Beschwerden sich auch darüber, dass die Kinder tagsüber Krach machen.

Die Schulbehörde von Matsudo schlägt daher vor, dass Mitarbeiter von Geschäften, die beliebte Anlaufstellen für Kinder sind, darauf achten und die Kinder wieder nach Hause schicken. „Es gibt allerdings auch Fälle, in denen Kinder in Begleitung von Erziehungsberechtigung unterwegs sind und es ist im Wesentlichen jedem Haushalt selbst überlassen, ob ihre Kinder draußen Spielen, während die Schulen geschlossen sind“, so ein Sprecher der Behörde.

„Wir haben keine Regeln aufgestellt, die besagen: Dieser Park ist in Ordnung, aber dieser andere Ort ist verboten. Wir können die Erziehungsberechtigten nur daran erinnern, sich der Absicht der Schulschließungen bewusst zu sein.“

In seiner Mitteilung vom 28. Februar an alle japanischen Bildungsbehörden erklärte das Bildungsministerium, dass Kinder angewiesen werden sollten, nicht an Orte zu gehen, an denen sich viele Menschen versammeln und während der vorübergehenden Schulschließungen im Wesentlichen zu Hause zu bleiben.

Am 4. März gab das Ministerium eine neue Mitteilung heraus, in der die Schüler gewarnt wurden, nicht nach draußen zu gehen, auch wenn sie sehr leicht erkältet sind und nicht zu Veranstaltungen oder Veranstaltungsorten mit schlechter Belüftung zu gehen, wo Menschen auf engem Raum miteinander sprechen. Egal wie groß der Raum oder das Ereignis sein mag.

Ministerium rudert zurück

Auf Nachfrage erklärte die Abteilung für Gesundheits- und Ernährungserziehung des Ministeriums: „Je nachdem, wie die Kinder zusammenkommen, glauben wir nicht, dass es eine feste Regel gibt, nach der Kinder nicht in Parks oder auf andere Weise im Freien spielen dürfen.“

Nachdem das Bildungsministerium eine Flut von Beschwerden aus ganz Japan erhalten hatte, aktualisierte es am 9. März erneut seine Mitteilung an die Schulbehörden und erklärte: „Die Richtlinie über die Schließung von Schulen soll die Schüler nicht daran hindern, für ein angemessenes Maß an Bewegung nach draußen zu gehen, oder anderen Aktivitäten nachzugehen, um ihre Gesundheit zu erhalten.“

MA

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