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Pläne bleiben uneindeutig

Beseitigung des Atommülls aus dem Fukushima Atomkraftwerk wird verschoben

Das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi erlitt in den letzten Monaten bei den Stilllegungsarbeiten gleich mehrere Rückschläge. Tepco bestätigte deswegen, dass sie die Beseitigung der nuklearen Abfälle um etwa ein Jahr verschieben müssen.

Am Donnerstag wurde eine überarbeitete Version des Stilllegungsplans von Tokyo Electric Power Company Holdings Inc. (Tepco) veröffentlicht. Unter anderen wurde der Zeitplan zur Beseitigung des Brennstoffes in Reaktor Nummer zwei angepasst. Eigentlich sollten die Arbeiten dieses Jahr starten.

Pandemie setzt den Arbeiten zu

Sie wurden nun auf nächstes Jahr verschoben ohne dass Tepco einen genauen Startzeitraum nannte. Auch bei den anderen Reaktoren gibt es ein Umdenken. Es wird nun überlegt zuerst mit Nummer drei anzufangen. Die Arbeiten sollen dann später auf Nummer eins ausgeweitet werden, wobei das Wissen von den Arbeiten an Reaktor zwei als Grundlage dienen sollen. Ein Datum für diesen Arbeitsabschnitt wurde weiterhin nicht festgelegt.

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Es ist ebenfalls nicht sicher, wie weit sich die Verzögerungen auf die allgemeine Stilllegung auswirken werden. Ein Beamter des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie gab dazu nur an, dass die Auswirkungen der Pandemie auf die Arbeiten immer noch nicht deutlich sind und sie deswegen nichts Genaueres sagen können.

Bisher planten Tepco und die Regierung, dass sie zwischen 30 und 40 Jahre benötigen. Da der letzte Zehnjahresplan jedoch bereits die Hälfte der Zeit einnahmen und es noch keine Pläne für die eigentliche Stilllegung gibt, wird das Ziel als unwahrscheinlich angesehen.

Was soll nach dem Atomkraftwerk passieren?

Bewohner von Fukushima hatten zusätzlich darum gebeten, dass in der Zukunft der Standort des Atomkraftwerks zu einem sicheren Stück Land wird. In dem überarbeiteten Plan wird dazu jedoch nichts erwähnt.

Akira Ono, Präsident der Fukushima Daiichi Decontamination & Decommissioning Engineering Co., erklärte dazu, dass sie aufgrund der Lage bisherige nicht einmal darüber diskutieren können. Experten gehen davon aus, dass es wohl ein Jahrhundert dauert, bis das Gelände des Atomkraftwerks wieder sicher ist.

Hiroshi Miyano vom Studienausschuss der Gesellschaft zur Stilllegung des NPP Fukushima Daiichi drängt jedoch dazu, dass sie Diskussionen wieder aufnehmen, da die Entwicklung des Gebietes von den Plänen für die Zukunft abhängig ist.

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